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Presseinformationen 2016

25. Januar 2016

Was hilft bei Glätte? Tipps für einen unfallfreien Arbeitsweg

Sicher mit Profil und Umsicht

Irgendwann kommt er dann doch, der Winter mit Eis und Schnee. Verwandelt sich das unberührte Weiß in rutschigen Matsch oder überfrierendes Eis, steigt die Unfallgefahr auf Gehwegen und Straßen rapide an. Was tun, um auch bei Glätte sicher zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen? Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) gibt Tipps. Und das aus gutem Grund: Sie kommt für Wegeunfälle, zum Beispiel der Weg von und zur Arbeit, auf. Rund 10.000 solcher Unfälle werden der BGN jährlich gemeldet, sie verursachen Kosten von über 110 Millionen Euro.

"Unseren Autos gönnen wir Winterreifen, das gleiche Prinzip hilft uns auch als Fußgängern", sagt Dr. Michael Geiler von der BGN. "Winterschuhe sollten ein gutes Profil haben, eine rutschfeste Sohle und keine Absätze. Aber ein guter Schuh ersetzt nicht die notwendige Umsicht. Bei Glätte und Dunkelheit sollte man sich Zeit lassen. Machen Sie kleine Schritte, treten Sie vollflächig mit dem ganzen Fuß auf, suchen Sie Halt an Geländern und Wänden."

Manche Fußgänger schwören auf Spikes oder Überzieher aus Mikrofaser. Die sind aber nicht für alle Untergründe geeignet. Geiler: "Spikes bieten guten Halt auf dickem Eis oder Schnee, aber auf geräumten Flächen oder in Fluren wird es umso rutschiger. Da sollte man sie unbedingt ausziehen." Zu diesem Ergebnis kommt auch ein Test des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.) von Sicherheitsschuhen, die im Winter insbesondere von Zeitungsausträgern, Postboten und Kurierdiensten genutzt werden.

Eine weitere Gefahrenquelle im Winter ist die schlechte Sicht durch Schneefall, Nebel oder Dunkelheit. Fußgänger sollten deshalb darauf achten, helle Kleidung zu tragen oder - noch besser - Reflektoren an der Kleidung anbringen. Michael Geiler: "Als Fußgänger sollte man die Gehwege nicht verlassen und Straßen nur an Ampelanlagen überqueren.

Behalten Sie den herannahenden Verkehr im Auge, denn Fahrzeuge haben auf rutschigen Straßen einen längeren Bremsweg."


Mit dem Rad unterwegs

Wer auch im Winter nicht auf das Rad verzichten möchte, der sollte folgende Tipps beherzigen:
  • mehr Abstand halten und vorausschauend fahren,
  • vorsichtig bremsen,
  • in Kurven besser nicht treten oder bremsen,
  • den Sattel am besten etwas niedriger stellen, um mit den Beinen im Notfall besser stabilisieren zu können.

Und wenn trotz aller Vorsicht ein Unfall passiert auf dem Weg zur Arbeit oder auf einem Dienstweg?

Michael Geiler: "Wer gestürzt ist, sollte sich bei einem Durchgangsarzt oder einer Durchgangsärztin vorstellen und den Arbeitgeber informieren. Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt die Kosten für die Heilbehandlung und eine mögliche Reha."

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