23.02.2012, 03:02 Uhr » Home » Medien » Fachartikel
Zimmermädchen
Ziel: Sicherheit und Gesundheitsschutz

Sicher und gesund arbeiten in Hotellerie und Gastronomie / Ein Programm der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

Fit und gut drauf

Die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ist der Motor eines gesunden Betriebes. Deshalb lohnt es sich, in die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter zu investieren und sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen. Wie das in Gastronomie und Hotellerie systematisch angegangen werden kann, möchte ein Arbeitsprogramm der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) Unternehmern und Beschäftigten näherbringen.


Lang andauerndes Stehen, Lasten heben, tragen, schieben und umsetzen, Nacht-, Schicht- und Wochenendarbeit, Zeitdruck, der Umgang mit anspruchsvollen Gästen: All das ist Arbeitsalltag in der Gastronomie und Hotellerie. Für die Beschäftigten bedeutet es zuweilen hohe körperliche und psychische Anforderungen. Das bleibt nicht immer folgenlos. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und psychische Belastungen führen immer wieder zu Leistungseinbußen und Arbeitsunfähigkeit.

Isabel Dienstbühl, stellvertretende Präventionsleiterin der BGN, erklärt: "Viele Belastungen sind charakteristisch für das Gastgewerbe. Sie lassen sich nicht vollständig vermeiden. Deshalb ist es wichtig zu lernen, mit den typischen Belastungen besser umzugehen, indem man seine
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persönlichen Ressourcen stärkt. Wer erlebt, dass er der Arbeit gut gewachsen ist, dem macht sie mehr Spaß und er ist leistungsfähiger."

Genau dort setzt auch das GDA-Arbeitsprogramm "Sicherheit und Gesundheitsschutz bei einseitig belastenden und bewegungsarmen Tätigkeiten in der Gastronomie und Hotellerie" an. Die Angebote des Programms an die Betriebe zielen vor allem darauf ab, gesundheitsbewusste Einstellungen und gesundheitsorientiertes Handeln der Mitarbeiter zu fördern. Aber auch die Beratung zur Verbesserung von Organisations- und Arbeitsprozessen gehört zum Programm.

Die Betriebe werden in den nächsten zwei Jahren von Experten der BGN-Prävention oder von Experten staatlicher Arbeitsschutzbehörden besucht und beraten.

Die Handlungsfelder des GDA-Programms
  • Analysen relevanter Arbeitsbereiche
  • Optimierung der Arbeitsbedingungen durch Verringerung von Belastungen und Stärkung von Gesundheitsressourcen
  • Stärkung der Präventionskultur in Betrieben
  • Praxisnahe Gesundheitsförderung für Auszubildende
  • Steigerung der Gesundheitskompetenzen von Unternehmern, Führungskräften, Mitarbeitern und Auszubildenden
Über 1 Mio. Menschen arbeiten in Deutschland in der Gastronomie und Hotellerie. Für ausgebildete, auch junge Fachkräfte bietet die Branche gute Aufstiegsmöglichkeiten. Um bei den Anforderungen, die der Beruf stellt, dauerhaft leistungsfähig zu bleiben, ist es wichtig zu wissen, wie man gesund und sicher arbeitet.


DAS GDA-PROGRAMM

für die Gastronomie und Hotellerie
   

Das GDA-Arbeitsprogramm „Sicherheit und Gesundheitsschutz bei einseitig belastenden und bewegungsarmen Tätigkeiten in der Gastronomie und Hotellerie“ richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Betriebe.

Was die Betriebe von der GDA bekommen

  • Arbeitsplatzanalysen und Beratungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und -prozesse
  • Beratung zu körpergerechten Arbeitsabläufen
  • Praxisnahe Fortbildungsangebote (Online-Seminare, Online-Programme, Seminare an berufsbildenden Schulen, regionale Seminarangebote) zu folgenden Themen:
  • Rückengerechtes Arbeiten
    • Arbeitsorganisation und Kommunikation
    • Gesundheitsorientierte Mitarbeiterführung
    • Zeitmanagement
    • Dienstplangestaltung
    • Umgang mit Reklamationen
    • Erfolgreicher Umgang mit Stress
    • Fit und gesund durch die Ausbildung

In diesem Arbeitsprogramm hat die BGN die Leitung und steuert die Umsetzung in den Betrieben. Mit im Boot sind Vertreter der Länder, der DEHOGA Bundesverband, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und einzelne Regionalverbände der AOK.

> Mehr Infos unter: www.gda-portal.de

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