25.05.2013, 21:40 Uhr » Home » Medien » Fachartikel

Mach mit - Haut fit

Erkrankungen der Haut: häufigste Berufskrankheit
Erkrankungen der Haut sind der häufigste Grund für gesundheitliche Probleme im Beruf. Im Jahr 2005 waren 9.500 der rund 25.000 Berufskrankheiten, bei denen ein beruflicher Zusammenhang bejaht
Bild: Aktionsfoto Hautschutzkampagne
wurde, Hauterkrankungen: Mit knapp 40 Prozent sind sie damit die häufigste Berufskrankheit. »Hautschäden kosten unsere Volkswirtschaft pro Jahr zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro«, rechnete kürzlich Otto Blome, Leiter des Referates Berufskrankheiten beim Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, vor. Das Geld gehe durch Produktionsausfälle verloren und werde für Therapie und Berufshilfe ausgegeben. Die Diagnose »Berufskrankheit der Haut« hat weitreichende Folgen. Für ca. 10 Prozent der Betroffenen bedeutet sie die Aufgabe der Tätigkeit. Für den Arbeitgeber bedeutet sie: Er muss auf eine eingearbeitete Kraft verzichten. Auch in den BGN-Mitgliedsbetrieben haben die Verdachtsmeldungen auf eine Berufserkrankung der Haut den höchsten Anteil an den Berufskrankheiten-Meldungen. Das soll nicht so bleiben.

DIE BGN-HAUT-SPRECHSTUNDE
Ein Hautproblem im Beruf kann viele Ursachen haben. Sie herauszufinden ist oft schwierig. Die BGN bietet in ihrer Haut-Sprechstunde Menschen mit beruflichen Hautproblemen individuelle Hilfe an.
Dr. Hans-Martin Wörner von der BGN rät: »Wer Hautprobleme wie Rötung, Schuppung, Juckreiz oder Einrisse hat, sollte sich bei uns melden. Schon bei den ersten Anzeichen. Dann können wir frühzeitig Hilfe einleiten.« Denn: Wer rechtzeitig handelt, hat gute Chancen, dass eine beginnende Hauterkrankung gestoppt wird und wieder heilt. Und so kann eine eventuelle Berufsaufgabe verhindert werden.

Hier bietet die BGN-Haut-Sprechstunden an:
Termine nach telefonischer Vereinbarung

  • Dresden 0351 87727-0
  • Erfurt 0361 4391-4806
  • Hannover 0511 23560-5401
  • Kamen-Heeren 02307 92488-40/-41
  • Mannheim 0621 4456-3638
  • München-Germering 089 89466-5820
  • Potsdam 0331 64958-43

Das A und O bei Hauterkrankungen ist, möglichst frühzeitig gegenzusteuern. Dann stehen die Chancen gut, dass eine beginnende Hauterkrankung gestoppt und eine Berufsaufgabe verhindert werden kann.
BGN: Hautschutz-Wissen in die Betriebe hineintragen
»Gesunde Haut - weniger Hauterkrankungen« lautet deshalb das Ziel der Hautkampagne, zu dessen Verwirklichung auch die BGN beitragen möchte. Professor Dr. Romano Grieshaber, Präventionsleiter der BGN, erklärt: »Wir beschäftigen uns bei der BGN schon sehr lange und intensiv mit beruflichen Hauterkrankungen. Wir kennen die unterschiedlichen Belastungen und Ursachen. Und wir wissen, wie man Hauterkrankungen im Beruf verhindern kann. Dieses Wissen werden wir noch stärker in die Betriebe hineintragen.«
Das soll mit gezielten Aktionen und intensiven branchen- und zielgruppenspezifischen Beratungen in den Betrieben geschehen. Darüber hinaus möchte die BGN in Seminaren und mit branchenspezifischem Infomaterial die Beschäftigten und Vorgesetzten in ihren Mitgliedsbetrieben über die beruflichen Belastungen der Haut und geeignete Schutzmaßnahmen aufklären. Dr. hans-martin wörner vom BGN-Gesundheitsschutz: »Unter dem Slogan »Mach mit - Haut fit« wollen wir die Arbeitgeber und Beschäftigten in Groß- und Mittelbetrieben und vor allem in Kleinbetrieben und junge Beschäftigte ansprechen und motivieren, Hautschutz und Hautpflege wichtig zu nehmen und durchzuführen.«
Wichtig ist den BGN-Arbeitsmedizinern auch, darauf hinzuarbeiten, dass die Beschäftigten in den Betrieben schon bei leichten Hautirritationen selbst aktiv werden und Hilfe einschalten, z. B. in den Haut-Sprechstunden der BGN (siehe Kasten oben). Dr. Wörner: »Das A und O bei Hauterkrankungen ist, möglichst frühzeitig gegenzusteuern. Dann stehen die Chancen gut, dass eine beginnende Hauterkrankung gestoppt und eine Berufsaufgabe verhindert werden kann.« Kranke Haut schadet der Leistung und Motivation des Menschen. Wer das versteht, wird Hautschutz nicht machen, weil er es muss, sondern weil er es will. Denn: Gesunde Haut sichert Arbeitsplätze und dient der betrieblichen Wertschöpfung.

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