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Studie zieht Bilanz: Zufriedene Mitarbeiter - gute Ergebnisse
Zufriedene Mitarbeiter - gute Ergebnisse

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Der betriebswirtschaftliche Nutzen von Investitionen in den Arbeitsschutz | Ergebnisse einer Studie

Akzente 1/2010 | Magazin für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Rehabilitation

Investitionen in den Arbeitsschutz tragen zum betriebswirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei. Das bestätigt eine Untersuchung der Universität Gießen, in die 39 Betriebe einbezogen waren.


Erstmals stellt eine Studie Kosten und Nutzen des betrieblichen Arbeitsschutzes in einer Bilanz gegenüber. Mit verschiedenen statistischen Methoden ermittelt sie eine Kennziffer für das »ökonomische Erfolgspotenzial«, das Prävention schafft: den »Return on Prevention«. Professor Dietmar Bräunig von der Universität Gießen und Leiter der Untersuchung: »Dieser Wert ist eine theoretische Größe. Sie beschreibt, welchen Nutzen ein Unternehmen aus Investitionen in den Arbeitsschutz ziehen kann.«

Return on Prevention von 1,6
Für die 39 Betriebe unterschiedlicher Größe, die an der Untersuchung teilnahmen, liegt der Return on Prevention bei 1,6: Ein in den Arbeitsschutz investierter Euro bewirkt ein wirtschaftliches Erfolgssteigerungspotenzial von 1,60 Euro. Bräunig schränkt aber ein: »Es besteht kein linearer Zusammenhang zwischen Aufwand und Erlös.« Die Kosten von Prävention sind relativ leicht zu berechnen, während der Nutzen sich nur schwer in Zahlen ausdrücken lässt. Die Forscher setzten deshalb eine Schätzmethode aus der Sozialforschung ein.
In Fragebögen und Interviews gaben Mitarbeiter und Unternehmer Auskunft über Kosten und Nutzen von Präventionsmaßnahmen in ihren Betrieben. Auf der Kostenseite standen Investitionen in Schutzausrüstungen, Arbeitsmedizin, Sicherheitsbeauftragte, Qualifizierung, Vorsorgeuntersuchungen sowie Anlauf- und Organisationskosten. Dem standen auf der Nutzenseite Einsparungen durch vermiedene Betriebsstörungen, vermiedenen Ausschuss und geringere Nacharbeit sowie der Wertzuwachs durch gestiegene Mitarbeitermotivation, nachhaltigere Qualitätsorientierung, Produktinnovationen und ein erhöhtes Image gegenüber.

Die positivsten Effekte von Arbeitsschutzmaßnahmen
Als positivste Effekte von Arbeitsschutzmaßnahmen ermittelte die Studie:
  • Wertzuwachs durch gestiegene Zufriedenheit der Beschäftigten
  • Kosteneinsparung durch vermiedene Betriebsstörungen
  • Wertzuwachs durch ein höheres Image und verbesserte Produktqualität
Alle befragten Unternehmen waren bereits an Prävention interessiert und antworteten entsprechend engagiert. Diese Auswahl verbessere die Repräsentativität und damit die Aussagekraft des errechneten Return on Prevention, erklärt Professor Bräunig und ergänzt: »Bei Unternehmen, die bislang nur wenig in betriebliche Prävention investieren, dürfte der Präventionserfolg noch besser ausfallen.«

Die Studie ist Teil des Projekts »Qualität in der Prävention« der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), der gewerblichen BGen und Unfallkassen. Die Studie steht online zur Verfügung: www.dguv.de, Webcode: d13809; wählen Sie hier: Teilprojekt 5: Präventionsbilanz aus theoretischer und empirischer Sicht

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