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Neuer Grenzwert zur Abgas-Abführung flüssiggasbetriebener Geräte
Neuer Grenzwert zur Abgas-Abführung

Ein neuer Grenzwert zur Abgas-Abführung flüssiggasbetriebener Geräte in Arbeitsräumen wirft Fragen auf

Geregelter Abzug

Auf welche Art und Weise die Abgas-Abführung der Gasgeräte in einem Arbeitsraum sichergestellt werden muss, hängt davon ab, ob ein Grenzwert überschritten wird. Dieser Grenzwert ist die sogenannte Gesamt-Nennwärmebelastung der Gasgeräte im Arbeitsraum. Durch das neue DVGW-Arbeitsblatt G 631 wurde der Wert im März 2012 auf 14 kW gesenkt.


Wird der Grenzwert unterschritten, genügen organisatorische Maßnahmen. Durch eine Betriebsanweisung und die Unterweisung der Beschäftigten soll erreicht werden, dass durch manuelles Einschalten der Dunstabzugsanlage die Abgase der in einem Arbeitsraum betriebenen Gasgeräte abgeführt werden. Wird der Grenzwert jedoch überschritten, werden technische Maßnahmen gefordert. Diese sorgen dafür, dass die Gasgeräte nur betrieben werden können, wenn die Abgas-Abführung sichergestellt ist.

Versorgung durch Flaschen im Arbeitsraum: Grenzwert nicht erreicht
Bei Gasgeräten, die aus einer Flüssiggasflasche im Arbeitsraum versorgt werden, ist die Gesamt-Nennwärmebelastung aber unerheblich. Denn: Die tatsächlich erreichbare Leistung wird durch die Entnahmeleistung der Flüssiggasflasche begrenzt.

Konkret: Die Entnahmeleistung einer 11kgFlasche beträgt dauerhaft maximal 3,86 kW. Eine 33-kg-Flasche erreicht nur eine maximale Dauerentnahmeleistung von 7,72 kW.

Für die Versorgung durch Flüssiggasflaschen im Arbeitsraumbedeutet das: Der Grenzwert von 14 kW kann nicht erreicht werden. Denn bekanntlich dürfen maximal zwei 11-kg-Flüssiggasflaschen oder eine 33-kg-Flüssiggasflasche in einem Arbeitsraum aufgestellt werden. Mit diesen Flaschen (2 x 11 kg oder 1 x 33 kg) bleibt die maximal erreichbare Dauerentnahmeleistung unter dem Grenzwert von 14 kW (2 x 3,86 kW = 7,72 kW oder 1 x 7,72 kW). Es genügen also die oben beschriebenen organisatorischen Maßnahmen, um die Abgas-Abführung sicherzustellen.

Grenzwert überschritten
Der Grenzwert von 14 kW kann überschritten werden, wenn Gasgeräte versorgt werden
  • aus zwei (oder mehr) parallel geschalteten 33-kg-Flaschen, die im Freien aufgestellt sind (Flaschenanlage), oder
  • aus einem Flüssiggastank. Allerdings: Der abgesenkte Grenzwert von 14 kW gilt für Gasanlagen, die seit März 2012 errichtet wurden (DVGW-Arbeitsblatt G 631). Für ältere Anlagen gilt weiterhin der Grenzwert von 50 kW aus dem DVGW-Arbeitsblatt G 634.

Ausführliche Infos finden Sie in einer "Beratungshilfe" in "Wissen kompakt – Flüssiggas": www.bgn.de, Shortlink = 754

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