BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Corona-Pandemie: BGN-Handlungshilfen für Betriebe

Backgewerbe

Wichtige Informationen zum Coronavirus

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Grundsätzlich gilt: Anordnungen und Vorgaben der zuständigen Stellen vor Ort (Gesundheitsämter, Ordnungsämter, etc.) sind rechtlich wirksam und müssen befolgt werden, unabhängig von den Ausführungen der BGN und ihr assoziierter Einrichtungen.

Corona Virus / Computergeneriertes Bild
Corona-Pandemie

BGN-Handlungshilfen

Maßnahmenpläne, Gefährdungsanalysen, Kundeninformationen

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So schützen Sie andere und sich selbst!

Es gelten die gleichen Empfehlungen wie beim Schutz vor einer Virus-Grippe: Fassen Sie sich nach Möglichkeit nicht ins Gesicht, vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute im Gesicht (Mund, Augen, Nase). Insbesondere wird gute Handhygiene empfohlen, aber auch husten und niesen will gelernt sein. 
 

  • Halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen (ein bis zwei Meter).

  • Schütteln Sie keine Hände, vermeiden Sie enge Körperkontakte wie Küssen und Umarmen. Schenken Sie stattdessen ein Lächeln.

  • Entwickeln Sie weitere schützende Gewohnheiten! Fassen Sie Türklinken nicht direkt an. Drücken Sie Fahrstuhlknöpfe mit dem Ellenbogen oder nutzen Sie Treppen. 

  • Touch-Screens (Tablets, Smartphones) sind Keimträger 

  • Meiden Sie Menschenansammlungen

  1. Hände unter fließendes Wasser halten
  2. Hände gründlich einseifen: Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel.

  3. Der gesamte Vorgang des "gründlichen Händewaschens" sollte 20-30 Sekunden dauern. 

  4. Hände unter fließendem Wasser abspülen. In öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns Einweghandtuch oder Ellenbogen verwenden.

  5. Anschließend die Hände sorgfältig abtrocken, auch in den Fingerzwischenräumen. Danach Hände gut eincremen.

  1. Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und wegdrehen.

  2. Am besten in ein Einwegtaschentuch husten und niesen. Nur einmal verwenden und direkt entsorgen.

  3. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!

  4. Ist kein Taschentuch griffbereit: Beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

Weitere Informationen:

https://www.infektionsschutz.de
Dort finden Sie kostenlose Poster in verschiedenen Sprachen. 

Aktuelle allgemeine und medizinische Informationen zum Coronavirus finden Sie auf den Internetseiten folgender Institutionen:

www.rki.de
Robert-Koch-Institut (RKI)

www.infektionsschutz.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

www.baua.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 

www.bfr.bund.de
Bundesinstitut für Risikobewertung

www.bvlk.de
Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure

Maßgeblich sind die Informationen des Robert-Koch-Institutes, der zentralen Forschungs- und Referenzeinrichtung des Bundesministeriums für Gesundheit auch auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten.

 

Was Sie als Unternehmer tun müssen

Ein Pandemieplan hilft: Auch Unternehmen, die noch keinen Pandemieplan erstellt haben, können dies jetzt noch tun. Er legt zum Beispiel fest, wer die Ansprechpartner im Betrieb sind und wie die interne Kommunikation erfolgen soll, welche Hygienemaßnahmen getroffen werden und wie die Arbeitsabläufe an die neue Situation angepasst werden können. 

  • Bei einem konkreten Corona-Verdacht sollten die betroffenen Beschäftigten nach Hause gehen und ihren Hausarzt oder Hausärztin informieren. Bis zum Bekanntwerden des Testergebnisses muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne bleiben. 

  • Im Betrieb sollten alle Kontaktflächen der betroffenen Person von unterwiesenen Reinigungskräften zunächst gründlich gereinigt werden. Eine Desinfektion von Oberflächen nach Kontamination durch COVID-19 erkrankte Personen kann eine Verbreitung des Erregers reduzieren. 

  • Es ist wichtig, die Personen, die unmittelbar Kontakt zu der Verdachtsperson hatten, zu ermitteln. Sollte sich der Verdacht einer Erkrankung bestätigen, müssen die Namen dieser Personen an das Gesundheitsamt übermittelt werden. 

  • Der Hausarzt oder die Hausärztin entscheidet über das weitere Vorgehen und stellt gegebenenfalls eine Krankschreibung aus. 

  • Bei einem positiven Testergebnis meldet der Arzt das Ergebnis an das Gesundheitsamt. Dieses wendet sich dann an den Betrieb und kann in Absprache mit dem Arbeitgeber weiter Regelungen treffen. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin bleibt 14 Tage in häuslicher Quarantäne, sofern keine Behandlung im Krankenhaus notwendig ist. 

  • Der Arbeitgeber sollte in dieser Zeit möglichst in Kontakt mit den betroffenen Beschäftigten bleiben, um Fragen zu Freistellung, Lohnfortzahlung, Heimarbeit oder Kontaktpersonen zu klären. 


Plakat: Coronavirus - Allgemeine Schutzmaßnahmen
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Plakat: Schutzmasken - Wo liegt der Unterschied
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Broschüre: Coronavirus SARS-CoV-2 – Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb
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Ausbreitung des Coronavirus vermeiden – Betriebliche Maßnahmen
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10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung
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Aushang "Hände schütteln"
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Klare Botschaften und sichtbare Hinweise, wie sich die Kunden zu verhalten haben, sorgen für eine ruhige Atmosphäre. Wer entspannt ist, bleibt eher auf Abstand. Wer ruhig und höflich kommuniziert, kann Streit vorbeugen.

Als Chefin oder Chef sollten Sie Ihren Mitarbeitern den Rücken stärken und sie unterstützen. Sorgen Sie für eine gerechte Arbeitsaufteilung, und kümmern Sie sich um die Belange der Mitarbeitenden.

Bei Konflikten mit Kunden, z. B. weil Waren nicht verfügbar sind, sollten Sie klare Regeln aufstellen und präsent sein.

Handreichungen einiger Bundesländer zur Beschäftigung schwangerer Frauen im während der Corona-Pandemie:

Ausführliche Informationen zu den Risiken des Coronavirus für schwangere Frauen und Säuglinge: 

Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
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Wissen kompakt: Mutterschutzgesetz
Informationen zum neuen Mutterschutzgesetz 2018

Beschäftigte mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-Erkrankung sollten nicht im direkten Kundenkontakt eingesetzt werden. Sie sind auf die mögliche Bedeutung von Vorerkrankungen hinzuweisen.
Bei Unsicherheiten über die Relevanz einer Vorerkrankung sollen sich die Beschäftigten an den zuständigen betriebsärztlichen Dienst wenden.

Liste relevanter Vorerkrankungen
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Das BMAS hat die Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) „Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten“ veröffentlicht. Sie richtet sich an die Verantwortlichen für den Arbeitsschutz im Betrieb, insbesondere an Arbeitgeber sowie Betriebsärzte und Betriebsärztinnen. 

Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten
Externe Verknüpfung

Wenn den Arbeitnehmern die Option freiwillig und unentgeltlich bewilligt wird, ist der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung gewährleistet. Die Mitarbeiter bleiben weiterhin vertraglich an die ursprüngliche Firma gebunden und die Gehaltszahlung erfolgt durch diese Firma, es findet kein finanzieller Ausgleich mit den unterstützten Betrieben statt. Es darf keine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung vorliegen.
Außerdem darf das Unfallrisiko in dem unterstützten Arbeitsbereich nicht merklich höher sein als in der ursprünglichen Tätigkeit in ihrem Betrieb.

Wenn vorhanden, ist das heimische Arbeitszimmer mit Schreibtisch und Bürostuhl der beste Platz zum Arbeiten. Aber auch wenn der heimische Küchentisch als Lösung herhalten muss, können Beschäftigte die Arbeit sicher und entspannt gestalten:

  • Gerät so aufstellen, dass möglichst keine Fenster oder Lichtquellen sich darin spiegeln oder ins Gegenlicht geschaut werden muss. Tageslicht kommt am besten von der Seite. 

  • Der Abstand zum Bildschirm sollte 50-70 cm betragen. 

  • Separate Tastatur, Maus und wenn vorhanden auch einen separaten Bildschirm für Arbeiten am Notebook nutzen, da sie eine ergonomischere Arbeitshaltung ermöglichen. 

  • Am besten schaut man entspannt von oben auf den Bildschirm herab, so als würde man ein Buch lesen. Für optimales Sehen sollte der Monitor so weit nach hinten geneigt sein, dass der Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft. So ist sichergestellt, dass der Kopf beim Blick auf den Monitor leicht gesenkt ist, was Verspannungen vorbeugt. 

  • Öfter die Sitzhaltung ändern und Bewegungspausen machen, um Verspannungen im Rücken vorzubeugen. Einige Übungen finden Sie hier.

Wird für einen beschränkten Zeitraum Home-Office empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. Sie ist abzugrenzen von der klassischen Form des Home-Office, der Telearbeit. Telearbeit heißt: Der Arbeitgeber richtet im Privatbereich von Beschäftigten einen Arbeitsplatz mit der entsprechenden Ausstattung ein und regelt die Arbeit von zuhause arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung. Hierfür macht die Arbeitsstättenverordnung entsprechende Vorgaben. 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht. In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden

Unterweisungen und wiederkehrende Prüfungen (z. B. von Arbeitsmitteln, überwachungsbedürftigen Anlagen) unterliegen Fristen. Möglicherweise sind diese Fristen im Moment schwer einzuhalten, da es Konflikte mit der Forderung gibt, Menschenansammlungen zu vermeiden, da sich nicht alle Beschäftigten im Betrieb aufhalten oder die zur Prüfung befähigten Personen nicht verfügbar sind. Hier muss unter Abwägung des Risikos entschieden werden: Erstunterweisungen (Unterweisungen für neue Mitarbeiter, zu neuen Tätigkeiten oder bei neuen Arbeitsbereichen) müssen auf jeden Fall unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden. Bei Wiederholungsunterweisung ist auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung die Dringlichkeit der Unterweisung zu prüfen und sofern verantwortbar eine Verschiebung des Unterweisungstermins vorzusehen. Die Unterweisungen müssen aber auf jeden Fall so bald wie möglich nachgeholt werden.
Bei wiederkehrenden Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen ist ebenfalls auf Basis der betrieblichen Situation abzuschätzen, inwieweit die Verlängerung der Prüffristen zulässig erscheint, dies ist auch zu dokumentieren. Die Verlängerung der Fristen darf nicht zu einer erhöhten Gefährdung der Beschäftigten führen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Empfehlungen, um die Verwendung von Arbeitsmitteln in sicherer Weise zu ermöglichen, wenn festgelegte Prüffristen aufgrund der derzeit bestehenden Einschränkungen, die auf die SARS-CoV-2-Pandemie zurückzuführen sind, nicht eingehalten werden können.

Umgang mit Prüfpflichten von Arbeitsmitteln während der SARS-CoV-2-Pandemie
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Unterweisung zur Anwendung von PSA gegen Absturz während der Coronavirus-Pandemie
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Handlungshilfen für:

Unternehmen
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Betriebliche Ersthelfende
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Ermächtigte Auszubildende
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Allgemeines zur Betriebshygiene

Im Zuge der Maßnahmen gegen das Coronavirus kann es vorkommen, dass Gebäude oder Gebäudeeinheiten vorübergehend nicht genutzt werden können. Die Nicht-Nutzung von Trinkwasser-Installationen kann das Risiko einer Verkeimung mit Legionellen und anderen pathogenen Keimen erhöhen. 

Alle wichtigen Informationen:
Stilllegung Trinkwasser-Installation
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Die genannten Hinweise entsprechen den Vorgaben und Empfehlungen des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.). Kommunale Gesundheitsämter können weiterführende Maßnahmen vorgeben. 

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
Vorübergehende Stilllegungen von TrinkwasserInstallationen in Gebäuden
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Hier die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): 
„Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang überleben.
Eine Schmierinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen
wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt.“

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
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Die Gleichwertigkeit von Mund-Nase-Bedeckung (MNB) und sogenannten Face Shields werden aktuell in der Fachwelt kontrovers diskutiert und untersucht.

Kommt der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu dem Schluss, dass durch das Tragen der MNB Beschäftigte an Arbeitsplätzen einer erhöhten Belastung (z.B. in der Küche oder Backstube) ausgesetzt sind, oder andere relevante Gründe wie z.B. die Lebensmittelhygiene, erschwerte Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern (z.B. Gehörlose) vorliegen, kann im Einzelfall ein geeigneter Vollgesichtsschutz getragen werden. Dieser hat das Gesicht vollständig abzudecken. Wird ein solcher Gesichtsschutz verwendet, so muss dieser für jeden Beschäftigten einzeln (personenbezogen) bereitgestellt werden. Die Reinigung dieser persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und die hygienegerechte Aufbewahrung müssen sichergestellt sein.
 

Laut Aussage des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) gibt es derzeit keine nachgewiesenen Fälle, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit den Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben.

Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden?
Aktualisierte Fragen und Antworten des BfR
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Für Arbeitsplätze, an denen bereits ein Hautschutzplan aufgrund von Hautgefährdungen oder Hygienevorschriften vorhanden ist, sind die dort festgelegten Maßnahmen weiterhin zu beachten und keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Für Personen, die sonst keine Tätigkeiten mit erhöhter Hautbelastung ausüben, z.B. Kassenkräfte, Bürokräfte, Personen an der Information, Rezeption kann sich infolge der zusätzlichen Hygienemaßnahmen der Pflegebedarf der Hände erhöhen. Häufiges Händewaschen, die Händedesinfektion und das Tragen von Handschuhen belasten die Haut. Die konsequente Anwendung von Hautpflegemitteln zur Regeneration der Hautbarriere und Vermeidung von Hautveränderungen ist deshalb sehr wichtig.

Die Anwendung von Hautpflegemitteln ist hier, insbesondere nach Arbeitsende, besonders wichtig. Hautpflegemittel unterstützen die Regenerationsfähigkeit der Haut. Für das Eincremen nach der Arbeit und in der Freizeit sind fetthaltige Cremes zu empfehlen, um der Haut ausgewaschene Fette und Feuchtigkeit zurückzugeben.
Empfohlen wird die Anwendung duftstofffreier Produkte. Der Nutzen von Pflegemaßnahmen ist sehr hoch einzuschätzen.

Üblicherweise werden Hautpflegemittel während längeren Pausen und nach Arbeitsende aufgetragen.  Sie können aber auch zwischendurch, z.B. nach dem Händewaschen, angewendet werden.

Tipp: Beim Eincremen an Fingerkuppen, Nagelfalz und Fingerzwischenräume denken!

Werden Einmalhandschuhe verwendet, ist folgendes zu beachten:

  • Handschuhe möglichst wechseln, wenn sie innen feucht sind. Eventuell Baumwollhandschuhe unterziehen (ebenfalls rechtzeitig wechseln)

  • Nach der Benutzung Hautpflegemittel auftragen

Die Anwendung von Hautschutz- oder Hautpflegemitteln unter Einmalhandschuhen wird nicht empfohlen, da für eine Schutzwirkung (Verringerung der Hautquellung, bzw. des Schwitzens) bisher keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Zudem kann je nach Zubereitungsform das Aufquellen der Haut unter dem Handschuh und das Herauslösen von Handschuhinhaltsstoffen gefördert werden.
 

Eine Reinigung von Gläsern, auch Biergläsern, im Geschirrspüler oder in Gläserspülmaschinen bei 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur ist besonders effizient. Wo dies nicht möglich ist, sollte bei manuellen Spülprozessen möglichst heißes Wasser (> 45 °C, jedoch zum Schutz der Hände nicht höher als 50 °C) mit Spülmittel verwendet werden. Bei der Verwendung von kälterem Wasser ist in besonderem Maße auf eine ausreichende Menge des Spülmittels, längere Verweildauer der Gläser im Spülbecken sowie eine sorgfältige mechanische Reinigung und anschließende Trocknung der Gläser zu achten.

Piktogramm: Gläser spülen
Zum Download

Einschätzungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR)
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Bund und Länder haben am 15. April beschlossen, dass "jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept" umsetzen muss. 
Um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, reicht es aus, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, wie sie im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard beschrieben sind. Ergänzt und konkretisiert wird der Standard von den branchenspezifischen Hilfestellungen der BGN. Ein darüber hinaus gehendes "Hygienekonzept" in Bezug auf Corona als eigenständiges Dokument ist nicht erforderlich.

In den einzelnen Bundesländern gibt es im Rahmen der Corona-Pandemie sogenannte Hygienepläne, Auslegungshinweise oder Handlungsempfehlungen für einzelnen Branchen oder Tätigkeiten. Zu den Corona-Regelungen in den einzelnen Bundesländern. (Link zu www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198)

Hiervon zu unterscheiden sind die Maßnahmen zur Lebensmittelhygiene, die unverändert weiter gelten:
Für Lebensmittelunternehmerinnen und Lebensmittelunternehmer gelten die allgemeinen Hygienevorschriften des Anhangs II der Verordnung (EG) Nr. 852/2004, z. B. Anforderungen an Betriebsstätten, Räume, Personalhygiene etc., sowie ergänzende Regelungen in der nationalen Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV).
Diese Regelungen dienen dem Ziel, die einwandfreie Beschaffenheit von Lebensmitteln von der Herstellung bis zur Abgabe an den Verbraucher sicherzustellen. 
Die im Rahmen eines HACCP-Konzeptes betrieblich festgelegten Hygienemaßnahmen und Hygieneregeln sind auch weiterhin umzusetzen. Hilfestellungen bieten hier die „Leitlinien für eine gute Hygienepraxis“ für die einzelnen Branchen.

Weitere Infos zur Lebensmittelhygiene
 

Zur Gefährdungsbeurteilung im Zusammenhang mit den neuen Coronaviren sind insbesondere die Risiken des Kontaktes mit anderen Menschen während der beruflichen Tätigkeit zu betrachten. Wenn Reinigungsarbeiten während des laufenden Betriebes ausgeführt werden müssen, sollte der Einsatz so organisiert werden, dass dieser in weniger stark frequentierten Zeiten erfolgt. Die Zimmerreinigung sollte möglichst dann erfolgen, wenn kein Gast im Zimmer ist.

Auch bei der Durchführung von Reinigungsarbeiten müssen wo möglich die entsprechenden Abstandsregeln eingehalten werden (mind. 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Personen). Regelmäßiges Lüften dient der Hygiene und fördert die Luftqualität. Durch das Lüften wird die Zahl möglicherweise in der Luft vorhandener erregerhaltiger, feinster Tröpfchen reduziert. Daher sollte beim Betreten des zu reinigenden Zimmers erst gelüftet werden.

Bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Personen bzw. nicht einhaltbaren Schutzabständen sollten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.Das jetzt verstärkte und häufige Händewaschen belastet die in der Regel ohnehin stark beanspruchten Hände von Reinigungskräften zusätzlich. Umso wichtiger ist es, die Haut noch sorgfältiger zu schützen und intensiv zu pflegen. Bei allen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten sollten geeignete Schutzhandschuhe mit langen Stulpen und Stoffunterziehhandschuhe getragen werden, die innen trocken sind und bleiben. Gegen das Schwitzen im Handschuh helfen Unterziehhandschuhe aus saugfähigem Material, ein häufiger Handschuhwechsel und spezielle Hautschutzmittel. Die Hände sollten jetzt noch häufiger als sonst mit geprüften, duftstofffreien Hautpflegemitteln eingecremt werden.

Reinigungsmittel müssen auch in Zeiten von Corona nicht höher dosiert werden als angegeben. Eine zu hohe Dosierung schadet den Oberflächen, der Haut oder den Atemwegen. Bei der Verwendung gilt der Grundsatz: Wischen statt Sprühen. Werden Reinigungs- oder Desinfektionsmittel gesprüht und nicht gewischt, besteht die Gefahr, dass kleine Tröpfchen in die Atemwege der Beschäftigten gelangen, was die Schleimhaut schädigen kann. 

Der Umgang mit möglicherweise infektiösem Material (Spritzen, Abfälle, Bettwäsche, Handtücher) ist schon immer Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung im Bereich House-Keeping, siehe auch hierzu ASI 10.12 „Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe verbessern“ der BGN. Die betrieblich festgelegten Maßnahmen sind weiterhin umzusetzen.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Reinigungsgewerbe
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Hygiene an Kassenarbeitsplätzen, Bedientheken sowie in Verkauf und Service

An den Kassen findet zumeist die höchste Anzahl an Kundenkontakten statt, zudem ist in diesem Bereich mit einer ständig relativ großen Personenzahl zu rechnen. Hier hat daher die Wahrung der erforderlichen Mindestabstände (in alle Richtungen) Priorität.  Kunden sollen im Abstand von mindestens 1,5 Metern warten bis alle Waren erfasst sind und nur zum Bezahlen an die Kassen kommen. Dies kann z. B. durch farbige Markierungen am Anfang (Auflegen der Waren) und am Ende (Einräumen in den Einkaufswagen) des Kassenbandes gewährleistet werden.

In dem Bereich zwischen den Markierungen sollen sich die Kunden dann nur einzeln und nur beim eigentlichen Kassiervorgang aufhalten.

Aushänge für Kassen und Bedientheke
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Weiterhin sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Distanz zu schaffen zwischen Kassenpersonal und Kunden. Hierzu dienen vielerorts bereits errichtete Barrieren an den Kassen aus Plexiglas oder vergleichbaren Materialien

Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen. Damit bei Barzahlung das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir, ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu benutzen.

Wenn mehrere Kassen parallel geöffnet sind, sollten sie so gewählt werden, dass sie einen möglichst großen Abstand voneinander haben.

Sollen Tandemkassen parallel besetzt werden, so ist dies nur zulässig, wenn hierdurch die gebotenen Abstände der kassierenden Personen zueinander nicht unterschritten werden. Zudem dürfen auch die Abstände der Kunden im Wartebereich und im Kassenbereich hierdurch nicht unzulässig eingeschränkt werden. Sofern keine Abtrennung im Bereich von Oberkörper und Kopf zwischen den kassierenden Personen vorhanden ist, sollen sie sich beim Sprechen möglichst einander nicht zuwenden.

Soweit verfügbar, sollte dem Kassenpersonal Händedesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Desinfektion von Kassentisch, Tastatur, Touchbildschirm, Kartenlesegerät oder ähnlich häufig berührten Flächen ist regelmäßig und bei Bedarf (z.B. Verunreinigung, Personalwechsel...) sinnvoll.

An Bedientheken kann durch Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien eine Exposition der Beschäftigten durch ausgeatmete Tröpfchen effektiv minimiert werden. Auch durch bauliche Barrieren oder farbige Bodenmarkierungen vor den Bedientheken kann der Aufenthaltsbereich der Kunden so gekennzeichnet werden, dass sowohl der Abstand zu den Beschäftigten als auch der Kunden untereinander das Mindestmaß von 1,5 Meter nicht unterschreitet. Ist dies nicht zuverlässig möglich, ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Im Bereich vor der Theke sollten sich immer nur die Kunden aufhalten, die gerade bedient werden.

Für Arbeiten an Bedientheken, z.B. Frischetheken, sind die bereits vorhandenen Anforderungen und Maßnahmen zur Hygiene und zum Hautschutz weiterhin gültig und ausreichend.

Ist an Bedientheken ein Kassierplatz vorhanden, so ist die Wahrung des Mindestabstands an dieser Stelle nicht immer sicher zu gewährleisten. Hier sollte z. B. mit einer durchsichtigen Trennscheibe für die kassierende Person ein zusätzlicher Schutz geschaffen werden.  Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen. Damit bei Barzahlung das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir, ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu benutzen. Falls möglich sollte das Kassieren von einer separaten Fachkraft übernommen werden, um den Kontakt zu den Kunden weiter zu reduzieren.

Die Waren sollten den Kunden nicht direkt übergeben, sondern auf der Theke abgelegt werden. 

Durchsichtige Trennwände, z.B. aus Plexiglas, stellen grundsätzlich eine Möglichkeit dar, wie Beschäftigte insbesondere an Kassenarbeitsplätzen geschützt werden können. Durch eine bauliche Abtrennung lässt sich wirksam verhindern, dass der Luftstrom beim Husten oder direkten Ansprechen durch Kunden in Höhe des Kopfes auf die Kassenkraft trifft. An fertigen Lösungen bzw. Produkten wird unter anderem durch die Kassenhersteller gearbeitet. Angesichts der vielen unterschiedlichen Gestaltungen an den Kassenarbeitsplätzen müssen aber zunächst individuelle Lösungen gesucht werden. 
Durch die Abtrennungen darf es nicht zu zusätzlichen Gefährdungen kommen. Dazu zählt beispielsweise, dass eine ausreichende Stabilität gewährleistet ist und dass spitze Ecken oder scharfe Kanten vermieden werden.
Die Abtrennung sollte mind. 1,80 m hoch sein, damit auch große Kunden nicht über die Abtrennung hinausragen. Je breiter die Abtrennung ist desto besser. Die Abtrennung sollte nicht bereits durch geringfügige Bewegung der dahinter stehenden Person außer Kraft gesetzt werden. Sie sollte in der Breite mind. vom Ende des Vorlaufbandes bis zum Beginn der Warenmulde reichen.

Beziehen Sie wenn möglich das Kassenpersonal in die Gestaltung mit ein, das erhöht die Akzeptanz der Maßnahmen.

In dem Info-Blatt „Maßnahmen bei Tätigkeiten mit Kundenkontakt“ inden Sie die wichtigsten Maßnahmen aus Sicht der Berufsgenossenschaft, wie Sie einen sicheren Kundenkontakt gewährleisten. 
Nach wie vor ist die wichtigste Maßnahme der ausreichende Abstand von mind. 1,5 m, alternativ eine bauliche Abtrennung, z. B. eine Plexiglaswand sowie die konsequente Einhaltung der allgemeinen Hygienemaßnahmen (Händewaschen und -desinfektion, Hust- und Niesetikette). Aus Sicht der BGN ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nur dann erforderlich, wenn die zwei genannten Maßnahmen nicht umgesetzt sind.
Genaueres entnehmen Sie bitte den angehängten Informationsblättern.

Es kann allerdings sein, dass das zuständige Gesundheitsamt oder Ordnungsamt auch vom Verkaufspersonal das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen fordert, dann ist diese Anordnung rechtlich wirksam und zu befolgen.

Weitere Infos:

Ergänzung zur Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards Branche: Gastgewerbe
PDF-Datei

Maßnahmen bei Tätigkeiten mit Kundenkontakt
Info-Blatt
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Kundeninformation für Bedientheken
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Um die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Mindestabstände von 1,5 Meter zwischen Personen einhalten zu können, dürfen in Märkten und Verkaufsstellen nur so viele Kundinnen und Kunden anwesend sein, dass diese Abstände auch gewährleistet werden können. Sie können dies durch Zugangskontrollen gewährleisten.

Die Anzahl der Kundschaft in einem Restaurant oder in einer Verkaufsfiliale richtet sich insbesondere nach den regionalen Vorgaben der Gesundheitsbehörden und der individuellen Raumsituation. Z. B. nach der nutzbaren Fläche, der Tischanordnung, der Tischgröße sowie der regional vorgeschriebenen max. Anzahl von Gästen pro Tisch. Zur Orientierung kann folgender Wert dienen:

Maximale Anzahl = Verkaufs- / Ladenfläche [in m²] / 10 

Die Verkaufs- / Ladenfläche ist die von der Kundschaft begehbare Fläche – ohne Lagerbereiche und Sanitärräume. Sie schließt jedoch die Fläche ein, die durch Kassen, Regale und Tresen belegt sind.

Detaillierte Informationen zum Thema finden sich in der DGUV-Publikation:

FBNG-009 „Stilllegung und Wiederinbetriebnahme von Schankanlagen bei mehrwöchiger Betriebsunterbrechung“
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Grundsätzlich müssen Sie immer zuerst technische (T), dann organisatorische (O) und erst zuletzt personenbezogene (P) Maßnahmen, zu denen das Tragen von Einmalhandschuhen gehört, festlegen und durchführen.

Das Tragen von Einmalhandschuhen z.B. im Kassenbereich ist bei konsequenter Händehygiene nicht notwendig und vermittelt möglicherweise ein Sicherheitsgefühl, das diese nur bei konsequenter und fachgerechter Anwendung erfüllen können. Die Voraussetzungen für einen fachgerechten und wirksamen Einsatz von Handschuhen sind: Ein Hautschutz- und Händehygieneplan ist zu erstellen und die Mitarbeiter sind in die hygienische Handhabung der Handschuhe, insbesondere beim Ausziehen der Handschuhe, zu unterweisen. Da während der Benutzung Einmalhandschuhe genauso verschmutzt und kontaminiert werden wie eine unbedeckte Hand, ist trotzdem eine konsequente Händehygiene erforderlich. Auch hier gilt: nicht ins Gesicht fassen, Hygieneregeln und Hustenetikette beachten, Einmal-Handschuhe in kurzen Abständen, spätestens bei Verschmutzung wechseln, nach dem Ausziehen der Handschuhe Hände desinfizieren. Längeres Handschuhtragen und häufiges Händewaschen und/oder Desinfizieren, ist gleichbedeutend mit Feuchtarbeit. Häufige und lange Feuchtarbeit belastet die Haut und kann Hautkrankheiten verursachen. Ab 2 Stunden kumulierter Feuchtarbeit ist dem Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten.

Für den Erreger SARS-CoV-2 wird davon ausgegangen, dass die Übertragung hauptsächlich als Tröpfcheninfektion stattfindet. Die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion, bei der Erreger nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangen, spielt demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Diesem denkbaren Infektionsweg kann durch Beachtung der Händehygiene und ggf. Händedesinfektion effektiv entgegengewirkt werden. Handschuhe können ein falsches Sicherheitsgefühl erwecken. Während der Benutzung werden sie genauso kontaminiert, wie eine unbedeckte Hand. Das Tragen von Handschuhen bewirkt daher in Hinblick auf die Weitergabe von Keimen mit den Händen keine Verbesserung.

Sollen dennoch Einweghandschuhe zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise weil weder eine Waschgelegenheit noch Händedesinfektionsmittel genutzt werden können, so sind diese so zu benutzen, dass hiervon nicht die Gefahr einer unbeabsichtigten Keimverschleppung ausgeht.* Werden flüssigkeitsdichte Handschuhe getragen, so bildet sich ein Feuchtigkeitsstau, was wiederum leicht zu Hautproblemen führen kann (z. B. trockene Haut, Juckreiz, Rötung). Die Verwendung von Unterzieh-Baumwollhandschuhen sowie häufige Handschuhwechsel werden empfohlen. Über die Verwendung der Handschuhe sind die Beschäftigten zu unterweisen.

Bei Reinigungsarbeiten, z. B. mit Flächendesinfektionsmitteln, kann die Anwendung von Schutzhandschuhen erforderlich sein, hier sind die Herstellerangaben zu beachten.

Sowohl häufiges Waschen, als auch Händedesinfektion und Tragen von Handschuhen strapazieren die Haut. Hautschutz und Pflege müssen dementsprechend angepasst werden.

* Die Hände sind anschließend zu waschen bzw. zu desinfizieren, siehe entsprechende Hinweise des Robert-Koch-Instituts:
Schutzhandschuhe sicher ausziehen
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Für Münzen und Geldscheine gilt das gleiche wie bei sonstigen Oberflächen: Aufgrund der geringen Umwelt-Stabilität von Coronaviren erscheint eine Übertragung des Erregers über diese Wege in den meisten Fällen unwahrscheinlich. Übertragungen durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind nicht gänzlich auszuschließen. Aus früheren Epidemien mit ähnlich übertragbaren Erregern gibt es keine Hinweise, dass der Umgang mit Bargeld eine relevante Infektionsquelle darstellt. Hinzu kommt, dass der Hauptübertragungsweg eine Tröpfcheninfektion zu sein scheint.

Siehe auch:
Erregersteckbrief des Robert Koch-Institutes
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Beachten Sie, dass keine Enge im Geschäftslokal und an Orten mit verstärktem Kundenkontakt entstehen darf. Gegebenenfalls muss der Zutritt begrenzt werden. Dazu können z.B. Zugangskontrollen, Verkauf über ein Außenfenster, Hinweise in Kassenbereichen (z.B. Bodenaufkleber) oder Absperrungen beitragen. An Orten mit verstärktem Kunden- oder Personalkontakt sind weitere Schutzmaßnahmen (z.B. Plexiglasscheibe oder gleichwertige Materialien, Abstandsregelungen zum Schutz des Kassenpersonals etc.) umzusetzen.
Sind diese Maßnahmen nicht ausreichend, um das Infektionsrisiko für Ihre Mitarbeiter zu minimieren, ist ein Mund-Nase-Schutz zu tagen.

Weiter ist das Anbringen von Aushängen zu Verhaltensregeln für die Kunden am Eingang und Ausgang (z.B. Abstand einhalten zu Personen im Laden, im Treppenhaus oder im Fahrstuhl) zur Senkung des Infektionsrisikos für die Kunden und die Beschäftigten erforderlich.

www.bghw.de
Aushänge zum Download

Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen.

Die Kunden sollten auf die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens und der berührungsfreien PIN-Eingabe (z.B. mittels mitgebrachtem Stift des Kunden) hingewiesen werden.

Bei Barzahlung gilt: Damit das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu nutzen. Da in vielen Fällen doch ein gewisser direkter Kontakt mit Bargeld erfolgt, muss auf eine konsequente Händehygiene geachtet werden.

 

Bäckerasthma / Berufsasthma

Bäckerasthma und Bäckerschnupfen gehören zu den allergischen Atemwegserkrankungen und Auslöser sind allergisierende Berufsstoffe wie z.B. Mehl- und Backenzymstäube. Sie ist als Berufskrankheit und unter der Nummer 4301 in der Berufskrankheitenverordnung (BKV) gelistet. 

Therapiemaßnahme der ersten Wahl ist -insbesondere bei jungen Allergikern- in der Regel die berufliche Neuorientierung. Deshalb erfolgt gemäß der derzeitigen BKV trotz medizinisch bestätigtem Bäckerasthma nur dann eine Anerkennung als Berufskrankheit, wenn die „schädigende Tätigkeit unterlassen“ wurde.

Für manche (ältere) Beschäftigte oder Unternehmer mit Bäckerasthma oder -schnupfen ist eine berufliche Neuorientierung aus sozioökonomischen Gründen nicht möglich. Für diejenigen Versicherten, die in ihrer Tätigkeit verbleiben (müssen), macht die BGN seit fast 30 Jahren mit dem Präventionsprogramm ein umfassendes Beratungsangebot.

Zu Beginn des Präventionsprogramms steht immer die verantwortungsvolle individuelle Abwägung zwischen medizinischer Unterlassungsnotwendigkeit und sozioökonomischen Faktoren.  Kerninhalte des Präventionsprogrammes sind 

  • die Allergenminimierung im Betrieb

  • die Allergenminimierung im Privatbereich (z.B. bei Hausstaubmilben, Tierhaar- oder Pollenallergie)

  • eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung (d.h. die Verschleppung von Berufsstäuben in den Privatbereich wird verhindert)

  • eine umfassende Allergie- und Lungenfunktionsdiagnostik

  • eine leitliniengerechten Rhinitis- und Asthmatherapie

  • eine viertägige Patientenschulung (an zwei Wochenenden)

  • die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt

Achten Sie in diesen Zeiten besonders auf die „Basismaßnahmen“ (siehe ASI 8.80) und die weiteren Möglichkeiten zur Mehlstaubvermeidung, wie Sie es u.a. in den Seminaren gelernt haben.

Falls eine innerbetriebliche Umsetzung an einen weniger Mehlstaub belasteten Arbeitsplatz möglich ist, sollte diese erfolgen.

Ja, derzeit (Stand 10. 04.2020) gibt es bundesweit Lieferengpässe, von der auch die BGN betroffen ist. Bitte gehen Sie möglichst sorgsam und sparsam mit dem Halbmaskenverbrauch um. Minimieren Sie nach Möglichkeit den Halbmaskenverbrauch. Dehnen Sie die Nutzungsdauer der Halbmasken während dieser Ausnahmesituation möglichst lange aus.

Ja, Sie sollten bei kontrolliertem Asthma unbedingt Ihre Asthmadauertherapie, die mit Ihrem behandelnden Lungenfacharzt oder Hausarzt abgestimmt wurde, weiterhin unverändert fortsetzen. Dies gilt in besonderer Weise für die Weiterführung der Therapie mit inhalativen Kortikoiden (z.B. Spray, Pulverinhalatoren). 

Die Rhinitisdauertherapie, die mit Ihrem behandelnden Arzt abgestimmt wurde, sollte wie die Asthmatherapie unverändert fortgesetzt werden. Dies gilt auch für die Behandlung mit kortisonhaltigem Nasenspray. 

Bei Asthma wird grundsätzlich eine Pneumokokkenimpfung empfohlen. Diese Empfehlung gilt auch für die Phase der COVID-19-Pandemie.

Bei Asthma wird grundsätzlich die jährliche Grippeimpfung im Spätjahr empfohlen. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt (Frühling 2020) eine Impfung nicht mehr sinnvoll. Empfohlen wird eine Impfung erst wieder im Spätjahr 2020 vor Beginn der Grippesaison 2020/21. (Quelle: STIKO am Robert-Koch-Institut)

Hauptansprechpartner bleiben Ihre behandelnden Ärzte. 

Unsere branchenspezifischen Sprechstunden und Berufskrankheitssprechstunden können aktuell (Stand 23.04.2020) während der COVID-19-Pandemie vorübergehend nicht stattfinden.

Für Teilnehmer am Präventionsprogramm besteht wie bisher das Angebot einer persönlichen telefonischen Beratung über Ihre zuständige

BGN-Gesundheitsschutz-Außenstelle

oder über den Gesundheitsschutz Mannheim unter Tel. 0621-4456-3638.

 

BGN-Handlungshilfen

Hinweis:

Da die Entwicklungen in der Corona-Pandemie sehr dynamisch sind, bieten wir unsere Handlungshilfen nur zum Download an - keine gedruckten Fassungen. So erhalten Sie immer die aktuelle Version.

Sie bieten auch Bewirtung an?

Servicekraft mit Getränken auf einem Serviertablett

Dann sind ggf. auch die Informationen für das Gastgewerbe für Sie relevant.

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Gefährdungsbeurteilungen

Sie haben den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard erfolgreich umgesetzt? Schicken Sie uns Ihre konkrete, betriebliche Umsetzung (Fotos und Text) an praemienverfahren@bgn.de. Nach Prüfung schreiben wir Ihnen 10 Prämienpunkte gut! 

Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS -CoV2- Arbeitsschutzstandards

Integrazione della valutazione dei rischi con le norme di sicurezza sul lavoro SARS-CoV2

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Pandemie- und Infektionsnotfallplan

Pandemic Plan SARS-CoV-2 Pandemic

Short version
 

Piano di prevenzione per la pandemia SARS-CoV-2

Versione breve
 

Betriebliche Maßnahmen

Lüftungstechnische Maßnahmen in Räumen des Gastgewerbes

Lüftungstechnische Maßnahmen in der Lebensmittelindustrie

BGN LüftungstechnischeMaßnahmen Lebensmittelindustrie

Lebensmittelindustrie

Online lesen PDF-Version

Stilllegung Trinkwasser-Installation

Maßnahmen bei Tätigkeiten mit Kundenkontakt

Kundeninformation

Betriebsanweisung Coronavirus SARS-CoV-2

Betriebsanweisung Coronavirus SARS-CoV-2

Bäckereien, Fleischereien und Gastronomiebetriebe
Weitere BGN-Betriebsanweisungen: www.bgn-branchenwissen.de

DOC-Datei

TAD-Hotline

0621 4456 - 3517

tad_bb_praevention@bgn.de tad_bb_praevention@bgn.de

Corona-Schutzmaßnahmen

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Wir zeigen Ihnen, wie das Backgewerbe mit der Heraus­for­derung umgeht, die Hygiene­standards einzu­halten.

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(Link zur DGUV)

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