BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
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Beitragsnachlassverfahren

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Handeln Sie in Ihrem Unternehmen kostenbewusst? Wollen Sie Ihre Lohnnebenkosten senken?

Der Kostendruck auf die Unternehmen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Wir leisten einen Beitrag dazu, die Lohnnebenkosten zu senken. Durch finanzielle Anreize soll die Bereitschaft zur Intensivierung von Unfallverhütungsmaßnahmen gefördert werden. Die Unternehmen stehen im Wettbewerb. Dies gilt auch für die Sicherheit. Wer in puncto Arbeitssicherheit besser ist als sein Mitbewerber, soll daher einen Bonus erhalten. Noch mehr als dieser finanzielle Anreiz sind es jedoch die Einsparungen betrieblicher Ausfallkosten, die durch eine Minimierung des Unfallgeschehens erreicht werden können und letztlich auch zur Senkung der Lohnnebenkosten führen.

Wie funktioniert das?

Bei dem Verfahren wird jeder meldepflichtige (mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit) und erstmals berentete Arbeitsunfall einbezogen.

Ausgeschlossen sind jedoch:

  • Berufskrankheiten,

  • Wegeunfälle

  • Unfälle, die durch höhere Gewalt verursacht werden,

  • Unfälle, die ausschließlich von Personen verursacht werden, die nicht zum Unternehmen gehören.

Das Verfahren berücksichtigt mittels Punktwerten sowohl die Aufwendungen als auch die Schwere jedes einzelnen Unfalles (siehe "Belastungspunkte nach Aufwendungen"):

Investition in die Arbeitssicherheit zahlen sich aus. Jeder Unfall, der vermieden wird, trägt mit dazu bei, die Lohnnebenkosten zu senken. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihr betriebliches Unfallgeschehen zu senken!

Unsere Spezialisten auf dem Gebiet der Prävention helfen Ihnen gerne dabei. Setzen Sie sich mit der zuständigen Aufsichtsperson in Verbindung.

Zur Berechnung des Nachlasses wird das Unfallgeschehen des einzelnen Unternehmens (Eigenbelastung) dem Unfallgeschehen aller fleischwirtschaftlichen Betriebe (Durchschnittsbelastung) gegenübergestellt.

Die Durchschnittsbelastung errechnet sich aus dem Verhältnis der Summe der Punktwerte aller Unfälle zum Umlagesoll (Beitragslast aller Mitglieder) der Berufsgenossenschaft (BGN, Bereich Fleischwirtschaft).
 
Die Eigenbelastung des Unternehmens ergibt sich aus dem Verhältnis der Summe der Punktwerte aller im Unternehmen eingetretenen Unfälle zum BG-Beitrag aller Versicherten des Unternehmens, d.h. Unfälle von Unternehmern und freiwillig Versicherten (z.B. Gesellschafter/Geschäftsführer, Kommanditisten) werden einbezogen.
 
Unternehmen, deren Eigenbelastungsziffer unter der Durchschnittsbelastungsziffer liegt, erhalten einen Nachlass. Dieser beträgt maximal 10% des Beitrages zur Berufsgenossenschaft. Unternehmer und freiwillig Versicherte (z.B. Gesellschafter/Geschäftsführer, Kommanditisten) erhalten auf ihren Beitrag den Nachlassprozentsatz des Unternehmens.

Belastungspunkte nach Aufwendungen

Aufwendungsgruppe in €Punktwerte
0,00 - 99,991
100,00 - 199,992
200,00 - 299,993
300,00 - 399,994
400,00 - 499,995
500,00 - 999,998
1.000,00 - 1.499,9912
1.500,00 - 1.999,9916
2.000,00 - 2.499,9920
2.500,00 - 4.999,9925
5.000,00 und mehr50
Grafik_Punktesystem

Grafik_Punktesystem

Mögliche Beitragsnachlässe zeigen die beiden Beispiele:

Mitarbeiter:
BG-Beitrag:
15
4.926,50 €
Mitarbeiter:
BG-Beitrag:
344
154.083,10 €
Unfallpunkte:
Aufwendungen:
Arbeitsunfähigkeit:
Minderung der Erwerbsfähigkeit:

4
0
0
Unfallpunkte:
Aufwendungen:
Arbeitsunfähigkeit:
Minderung der Erwerbsfähigkeit:

87
15
15
Gesamtpunkte:
4
Gesamtpunkte:
117
Eigenbelastungsziffer:
0,8119
Eigenbelastungsziffer:
0,7593
Durchschnittsbelastung:
1,3253
Durchschnittsbelastung:
1,3253
Abweichung von Durchschnitt:
-38,74 %
Abweichung von Durchschnitt:
-42,71 %
Nachlass:
190,85 €
Nachlass:
6.580,89 €

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