22.09.2014, 08:04 Uhr » Home » Medien » Fachartikel

Hopp oder top?

Erfolgsfaktor zweckmäßige Dokumentation
Die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung hat dann einen echten Nutzen, wenn sie nachvollziehbar und transparent ist. Hier gilt die Grundregel: So einfach wie möglich, aber nicht noch einfacher. Achten Sie darauf, dass die Angaben in
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der Dokumentation eine eindeutige Lokalisierung und Zuordnung zu Betriebszuständen und Arbeitsvorgängen ermöglichen.
Die mancherorts anzutreffende unspezifische Ankreuzliste genügt diesen Anforderungen nicht. Dort wird z.B. nur festgestellt, dass es eine »Gefährdung durch bewegte Transportmittel« gibt. Nicht präzisiert aber wird, welche Transportmittel wann, wo und unter welchen Bedingungen zu einer Gefährdung führen. Selbst die Ersteller der Gefährdungsbeurteilung wissen nach einiger Zeit nicht mehr genau, was mit dem Kreuz in der Liste eigentlich gemeint war. Erst recht nicht wissen es die übrigen Angehörigen des Betriebs oder die Vertreter von Behörden und Aufsichtsdiensten. Eine zweckmäßige Dokumentation beschreibt knapp, aber präzise und verständlich die Gefährdungen, die Schutzmaßnahmen und deren Überprüfung bzw. Umsetzung. Im Übrigen verweist sie an den jeweiligen Stellen auf Referenzdokumente, z. B. auf Verzeichnisse, Checklisten, Kataster, Betriebsanweisungen oder Prüfpläne. Auch sind Verweise auf die detaillierte Beurteilung einzelner Gefährdungsfaktoren (Lastenhandhabung, Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, Lärmminderungsprogramm, Explosionsschutzdokument usw.) sinnvoll, damit die Dokumentation nicht überfrachtet wird und schlank bleibt.

Erfolgsfaktor Prozessorientierung
Besonders effektiv und effizient ist eine Gefährdungsbeurteilung, die sich an den betrieblichen Arbeits- bzw. Produktionsprozessen orientiert. Anstatt sich statisch an einer Liste von Gefährdungsfaktoren entlangzuhangeln, werden zunächst die Arbeitsabläufe beschrieben und in Teilschritte zerlegt.
Dann werden für jeden Teilschritt die relevanten Gefährdungen identifiziert und Schutzmaßnahmen festgelegt. Die auf diese Weise entstehende Dokumentation ist wirklich die ideale Unterweisungshilfe für den jeweiligen Bereichsvorgesetzten. Eine prozessorientierte Gefährdungsbeurteilung ermöglicht zudem, weitere Aspekte wie Qualität, Umweltschutz und Hygiene zu integrieren. Damit kommt man dem Ziel, dass Arbeitsschutz ein selbstverständlicher Bestandteil des betrieblichen Handelns ist, einen großen Schritt näher.

Mit gesundem Sachverstand zum Erfolg
Die BGN unterstützt die Betriebe mit Praxishilfen zur Gefährdungsbeurteilung und gegebenenfalls mit Beratung. Trotz aller nützlichen und hilfreichen Unterlagen darf das wichtigste Werkzeug der Gefährdungsbeurteilung niemals abhandenkommen: der gesunde Sachverstand der Beurteiler. Mit diesem Sachverstand trennt man Wichtiges von Unwichtigem, kann Risiken sachgerecht einschätzen und solche Maßnahmen finden, die wirksam, umsetzbar und akzeptiert sind. Und dann steht der »Erfolgsstory Gefährdungsbeurteilung« eigentlich nichts mehr im Weg.

PRAXISHILFEN IM ÜBERBLICK

Handlungsanleitung Betriebliche Gefährdungsbeurteilung (ASI 10.0).
Mit diesem »Kochbuch« kann sich der Betrieb Schritt für Schritt die eigene Beurteilung »zubereiten«. Auf der BGN-DVD enthalten oder Download über: www.bgn.de, Shortlink =531



Interaktive Praxishilfen auf der BGN-DVD
im jeweiligen Branchen-Portal im Bereich »Organisation des Arbeitsschutzes«, dort Stichwort »Gefährdungsbeurteilung«:

  • Check: Arbeitsbedingungen im Backbetrieb verbessern
  • Check: Arbeitsbedingungen in Hotels und Gaststätten verbessern
  • Handlungshilfen zur Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung für verschiedene
    Tätigkeiten und Arbeitsbereiche im Gastgewerbe
  • Gefährdungsbeurteilung zur manuellen Lastenhandhabung



Hilfen im Internet
www.gefaehrdungsbeurteilung.de
Dieses Internetportal bietet eine Fülle von Informationen und die zurzeit verfügbaren Handlungsanleitungen an. Es wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
in enger Abstimmung mit den Trägern der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA)
entwickelt.

Beratung durch unsere Fachleute

  • Hotline des Technischen Aufsichtsdienstes der BGN, Fon 0621 4456-3517
  • Für Ihren Betrieb zuständige Aufsichtsperson der BGN. Zuständige Aufsichtsperson finden:
    www.bgn.de, Shortlink = 1122
  • Regionale BGN-Kompetenzzentren für Betriebe, die am BGN-Kompetenzzentermodell teilnehmen. Zuständiges BGN-Kompetenzzentrum finden: www.bgn.de, Shortlink = 383

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