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Bäckerasthma / Berufsasthma

zu Zeiten von COVID-19

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Bäckerasthma / Berufsasthma

Bäckerasthma und Bäckerschnupfen gehören zu den allergischen Atemwegserkrankungen und Auslöser sind allergisierende Berufsstoffe wie z.B. Mehl- und Backenzymstäube. Sie ist als Berufskrankheit und unter der Nummer 4301 in der Berufskrankheitenverordnung (BKV) gelistet. 

Therapiemaßnahme der ersten Wahl ist -insbesondere bei jungen Allergikern- in der Regel die berufliche Neuorientierung. Deshalb erfolgt gemäß der derzeitigen BKV trotz medizinisch bestätigtem Bäckerasthma nur dann eine Anerkennung als Berufskrankheit, wenn die „schädigende Tätigkeit unterlassen“ wurde.

Für manche (ältere) Beschäftigte oder Unternehmer mit Bäckerasthma oder -schnupfen ist eine berufliche Neuorientierung aus sozioökonomischen Gründen nicht möglich. Für diejenigen Versicherten, die in ihrer Tätigkeit verbleiben (müssen), macht die BGN seit fast 30 Jahren mit dem Präventionsprogramm ein umfassendes Beratungsangebot.

Zu Beginn des Präventionsprogramms steht immer die verantwortungsvolle individuelle Abwägung zwischen medizinischer Unterlassungsnotwendigkeit und sozioökonomischen Faktoren.  Kerninhalte des Präventionsprogrammes sind 

  • die Allergenminimierung im Betrieb

  • die Allergenminimierung im Privatbereich (z.B. bei Hausstaubmilben, Tierhaar- oder Pollenallergie)

  • eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung (d.h. die Verschleppung von Berufsstäuben in den Privatbereich wird verhindert)

  • eine umfassende Allergie- und Lungenfunktionsdiagnostik

  • eine leitliniengerechten Rhinitis- und Asthmatherapie

  • eine viertägige Patientenschulung (an zwei Wochenenden)

  • die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt

Achten Sie in diesen Zeiten besonders auf die „Basismaßnahmen“ (siehe ASI 8.80) und die weiteren Möglichkeiten zur Mehlstaubvermeidung, wie Sie es u.a. in den Seminaren gelernt haben.

Falls eine innerbetriebliche Umsetzung an einen weniger Mehlstaub belasteten Arbeitsplatz möglich ist, sollte diese erfolgen.

Ja, derzeit (Stand 10. 04.2020) gibt es bundesweit Lieferengpässe, von der auch die BGN betroffen ist. Bitte gehen Sie möglichst sorgsam und sparsam mit dem Halbmaskenverbrauch um. Minimieren Sie nach Möglichkeit den Halbmaskenverbrauch. Dehnen Sie die Nutzungsdauer der Halbmasken während dieser Ausnahmesituation möglichst lange aus.

Ja, Sie sollten bei kontrolliertem Asthma unbedingt Ihre Asthmadauertherapie, die mit Ihrem behandelnden Lungenfacharzt oder Hausarzt abgestimmt wurde, weiterhin unverändert fortsetzen. Dies gilt in besonderer Weise für die Weiterführung der Therapie mit inhalativen Kortikoiden (z.B. Spray, Pulverinhalatoren). 

Die Rhinitisdauertherapie, die mit Ihrem behandelnden Arzt abgestimmt wurde, sollte wie die Asthmatherapie unverändert fortgesetzt werden. Dies gilt auch für die Behandlung mit kortisonhaltigem Nasenspray. 

Bei Asthma wird grundsätzlich eine Pneumokokkenimpfung empfohlen. Diese Empfehlung gilt auch für die Phase der COVID-19-Pandemie.

Bei Asthma wird grundsätzlich die jährliche Grippeimpfung im Spätjahr empfohlen. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt (Frühling 2020) eine Impfung nicht mehr sinnvoll. Empfohlen wird eine Impfung erst wieder im Spätjahr 2020 vor Beginn der Grippesaison 2020/21. (Quelle: STIKO am Robert-Koch-Institut)

Hauptansprechpartner bleiben Ihre behandelnden Ärzte. 

Unsere branchenspezifischen Sprechstunden und Berufskrankheitssprechstunden können aktuell (Stand 23.04.2020) während der COVID-19-Pandemie vorübergehend nicht stattfinden.

Für Teilnehmer am Präventionsprogramm besteht wie bisher das Angebot einer persönlichen telefonischen Beratung über Ihre zuständige

BGN-Gesundheitsschutz-Außenstelle

oder über den Gesundheitsschutz Mannheim unter Tel. 0621-4456-3638.

TAD-Hotline

0621 4456 - 3517

tad_bb_praevention@bgn.de tad_bb_praevention@bgn.de

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