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Hände richtig waschen

Das Coronavirus

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Aushänge für Kassen und Bedientheke

Die Gesund­heit der Kunden und Beschäf­tigten liegt Ihnen am Herzen. Mit diesen Aus­hängen können Sie Ihre Kunden auf die Vor­sichts­maß­nahmen hin­weisen.

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Was weiß man über das neuartige Corona-Virus?

Es ist von Mensch zu Mensch übertragbar und verursacht nach Aussage des Robert-Koch-Institutes in erster Linie Erkrankungen der Atemwege mit Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung - wie bei anderen Coronaviren - primär über Tröpfchen beim Husten oder Niesen erfolgt. Ständig aktuell gehaltene Informationen zu den wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus (u.a. Übertragungswege, Symptomatik, Vorbeuge- und Bekämpfungsmaßnahmen, aktuelle Lageeinschätzung) finden Sie auf den Seiten Robert-Koch-Institutes.

Schutz vor Infektion

Es gelten die gleichen Empfehlungen wie beim Schutz vor einer Virus-Grippe: Fassen Sie sich nach Möglichkeit nicht ins Gesicht, vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute im Gesicht (Mund, Augen, Nase). Insbesondere wird gute Handhygiene empfohlen, aber auch husten und niesen will gelernt sein. 
 

  • Halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen (ein bis zwei Meter).

  • Schütteln Sie keine Hände, vermeiden Sie enge Körperkontakte wie Küssen und Umarmen. Schenken Sie stattdessen ein Lächeln.

  • Entwickeln Sie weitere schützende Gewohnheiten! Fassen Sie Türklinken nicht direkt an. Drücken Sie Fahrstuhlknöpfe mit dem Ellenbogen oder nutzen Sie Treppen. 

  • Touch-Screens (Tablets, Smartphones) sind Keimträger 

  • Meiden Sie Menschenansammlungen

  1. Hände unter fließendes Wasser halten
  2. Hände gründlich einseifen: Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel.

  3. Der gesamte Vorgang des "gründlichen Händewaschens" sollte 20-30 Sekunden dauern. 

  4. Hände unter fließendem Wasser abspülen. In öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns Einweghandtuch oder Ellenbogen verwenden.

  5. Anschließend die Hände sorgfältig abtrocken, auch in den Fingerzwischenräumen.

  1. Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und wegdrehen.

  2. Am besten in ein Einwegtaschentuch husten und niesen. Nur einmal verwenden und direkt entsorgen.

  3. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!

  4. Ist kein Taschentuch griffbereit: Beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

Weitere Informationen:

https://www.infektionsschutz.de
Dort finden Sie kostenlose Poster in verschiedenen Sprachen. 

 

Kassenarbeitsplätze und Bedientheken

An den Kassen findet zumeist die höchste Anzahl an Kundenkontakten statt, zudem ist in diesem Bereich mit einer ständig relativ großen Personenzahl zu rechnen. Hier hat daher die Wahrung der erforderlichen Mindestabstände (in alle Richtungen) Priorität.  Kunden sollen im Abstand von mindestens 1,5 Metern warten bis alle Waren erfasst sind und nur zum Bezahlen an die Kassen kommen. Dies kann z. B. durch farbige Markierungen am Anfang (Auflegen der Waren) und am Ende (Einräumen in den Einkaufswagen) des Kassenbandes gewährleistet werden.

In dem Bereich zwischen den Markierungen sollen sich die Kunden dann nur einzeln und nur beim eigentlichen Kassiervorgang aufhalten.

Aushänge für Kassen und Bedientheke
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Weiterhin sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Distanz zu schaffen zwischen Kassenpersonal und Kunden. Hierzu dienen vielerorts bereits errichtete Barrieren an den Kassen aus Plexiglas oder vergleichbaren Materialien

Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen. Damit bei Barzahlung das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir, ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu benutzen.

Wenn mehrere Kassen parallel geöffnet sind, sollten sie so gewählt werden, dass sie einen möglichst großen Abstand voneinander haben.

Sollen Tandemkassen parallel besetzt werden, so ist dies nur zulässig, wenn hierdurch die gebotenen Abstände der kassierenden Personen zueinander nicht unterschritten werden. Zudem dürfen auch die Abstände der Kunden im Wartebereich und im Kassenbereich hierdurch nicht unzulässig eingeschränkt werden. Sofern keine Abtrennung im Bereich von Oberkörper und Kopf zwischen den kassierenden Personen vorhanden ist, sollen sie sich beim Sprechen möglichst einander nicht zuwenden.

Soweit verfügbar, sollte dem Kassenpersonal Händedesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Desinfektion von Kassentisch, Tastatur, Touchbildschirm, Kartenlesegerät oder ähnlich häufig berührten Flächen ist regelmäßig und bei Bedarf (z.B. Verunreinigung, Personalwechsel...) sinnvoll.

An Bedientheken kann durch Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien eine Exposition der Beschäftigten durch ausgeatmete Tröpfchen effektiv minimiert werden. Auch durch bauliche Barrieren oder farbige Bodenmarkierungen vor den Bedientheken kann der Aufenthaltsbereich der Kunden so gekennzeichnet werden, dass sowohl der Abstand zu den Beschäftigten als auch der Kunden untereinander das Mindestmaß von 1,5 Meter nicht unterschreitet. Im Bereich vor der Theke sollten sich immer nur die Kunden aufhalten, die gerade bedient werden.

Für Arbeiten an Bedientheken, z.B. Frischetheken, sind die bereits vorhandenen Anforderungen und Maßnahmen zur Hygiene und zum Hautschutz weiterhin gültig und ausreichend.

Ist an Bedientheken ein Kassierplatz vorhanden, so ist die Wahrung des Mindestabstands an dieser Stelle nicht immer sicher zu gewährleisten. Hier sollte z. B. mit einer durchsichtigen Trennscheibe für die kassierende Person ein zusätzlicher Schutz geschaffen werden.  Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen. Damit bei Barzahlung das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir, ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu benutzen. Falls möglich sollte das Kassieren von einer separaten Fachkraft übernommen werden, um den Kontakt zu den Kunden weiter zu reduzieren.

Die Waren sollten den Kunden nicht direkt übergeben, sondern auf der Theke abgelegt werden. 

Durchsichtige Trennwände, z.B. aus Plexiglas, stellen grundsätzlich eine Möglichkeit dar, wie Beschäftigte insbesondere an Kassenarbeitsplätzen geschützt werden können. Durch eine bauliche Abtrennung lässt sich wirksam verhindern, dass der Luftstrom beim Husten oder direkten Ansprechen durch Kunden in Höhe des Kopfes auf die Kassenkraft trifft. An fertigen Lösungen bzw. Produkten wird unter anderem durch die Kassenhersteller gearbeitet. Angesichts der vielen unterschiedlichen Gestaltungen an den Kassenarbeitsplätzen müssen aber zunächst individuelle Lösungen gesucht werden. 
Durch die Abtrennungen darf es nicht zu zusätzlichen Gefährdungen kommen. Dazu zählt beispielsweise, dass eine ausreichende Stabilität gewährleistet ist und dass spitze Ecken oder scharfe Kanten vermieden werden.
Die Abtrennung sollte mind. 1,80 m hoch sein, damit auch große Kunden nicht über die Abtrennung hinausragen. Je breiter die Abtrennung ist desto besser. Die Abtrennung sollte nicht bereits durch geringfügige Bewegung der dahinter stehenden Person außer Kraft gesetzt werden. Sie sollte in der Breite mind. vom Ende des Vorlaufbandes bis zum Beginn der Warenmulde reichen.

Beziehen Sie wenn möglich das Kassenpersonal in die Gestaltung mit ein, das erhöht die Akzeptanz der Maßnahmen.

Grundsätzlich müssen Sie immer zuerst technische (T), dann organisatorische (O) und erst zuletzt personenbezogene (P) Maßnahmen, zu denen das Tragen von Atemschutzmasken, Schutzbrillen und Einmalhandschuhen gehört, festlegen und durchführen.

Technische Maßnahmen können z.B. Trennwände oder Barrieremaßnahmen wie Absperrungen, und Geldablagen sein (siehe FAQ Trennwände).
Organisatorische Maßnahmen, wie z.B. gut sichtbare Hygienehinweise für Ihre Kunden, Abstandsmarkierungen in der Warteschlange oder kontaktloses Bezahlen bieten einen zusätzlichen Gewinn an Schutz für Ihre Mitarbeiter (siehe FAQ „Kassenarbeitsplätze“ und „Bedientheken“), so dass vielfach das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung wie Atemschutzmasken, Schutzbrillen und Einmalhandschuhen nicht notwendig ist, insbesondere dann, wenn Sie die Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig überprüfen.
Sollten Sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung dennoch zu dem Schluss kommen, dass das Tragen von geeigneten Atemschutzmasken bzw. Schutzbrillen notwendig ist, sind dabei einige wesentliche Dinge zu beachten, da bei Nichtbeachtung diese nur eine Scheinsicherheit bieten. 

Partikelfiltrierende Halbmasken müssen mindestens der Kategorie FFP 2 entsprechen, um einen Schutz gegen Coronaviren zu gewährleisten. Derzeit sind diese Masken häufig vergriffen. 
Werden Schutzbrillen getragen, sind mindestens Gestellbrillen mit Seitenschutz zu tragen. Für den Gebrauch von Atemschutzmasken und Schutzbrillen ist eine Unterweisung notwendig, die den sachgerechten Umgang und Gebrauch der Maske durch die Anwender (Tragezeitbegrenzung, Erholungszeiten, Passform, Lagedauer, Wechselfrequenz) umfasst. Vor der Verwendung von Atemschutzmasken ist dem Mitarbeiter eine arbeitsmedizinische Vorsorge durch den Betriebsarzt schriftlich anzubieten. Das Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“) bietet nur sehr eingeschränkt Schutz vor Infektionen. Der wichtigste Übertragungsweg für Coronaviren ist das Einatmen von virushaltigen Tröpfchen, wie sie beim Niesen oder Husten freigesetzt werden. Gegen diese Form der Übertragung bieten diese Masken kaum Schutz. Schutz bieten diese Masken nur insofern, als das Berühren von Mund- und Nasenschleimhäuten mit kontaminierten Fingern verhindert wird.
Einen Überblick bietet dieses Poster der DGUV.

Das Tragen von Einmalhandschuhen z.B. im Kassenbereich ist bei konsequenter Händehygiene nicht notwendig und vermittelt möglicherweise ein Sicherheitsgefühl, das diese nur bei konsequenter und fachgerechter Anwendung erfüllen können. Die Voraussetzungen für einen fachgerechten und wirksamen Einsatz von Handschuhen sind: Ein Hautschutz- und Händehygieneplan ist zu erstellen und die Mitarbeiter sind in die hygienische Handhabung der Handschuhe, insbesondere beim Ausziehen der Handschuhe, zu unterweisen. Da während der Benutzung Einmalhandschuhe genauso verschmutzt und kontaminiert werden wie eine unbedeckte Hand, ist trotzdem eine konsequente Händehygiene erforderlich. Auch hier gilt: nicht ins Gesicht fassen, Hygieneregeln und Hustenetikette beachten, Einmal-Handschuhe in kurzen Abständen, spätestens bei Verschmutzung wechseln, nach dem Ausziehen der Handschuhe Hände desinfizieren. Längeres Handschuhtragen und häufiges Händewaschen und/oder Desinfizieren, ist gleichbedeutend mit Feuchtarbeit. Häufige und lange Feuchtarbeit belastet die Haut und kann Hautkrankheiten verursachen. Ab 2 Stunden kumulierter Feuchtarbeit ist dem Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten.

Für den Erreger SARS-CoV-2 wird davon ausgegangen, dass die Übertragung hauptsächlich als Tröpfcheninfektion stattfindet. Die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion, bei der Erreger nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangen, spielt demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Diesem denkbaren Infektionsweg kann durch Beachtung der Händehygiene und ggf. Händedesinfektion effektiv entgegengewirkt werden. Handschuhe können ein falsches Sicherheitsgefühl erwecken. Während der Benutzung werden sie genauso kontaminiert, wie eine unbedeckte Hand. Das Tragen von Handschuhen bewirkt daher in Hinblick auf die Weitergabe von Keimen mit den Händen keine Verbesserung.

Sollen dennoch Einweghandschuhe zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise weil weder eine Waschgelegenheit noch Händedesinfektionsmittel genutzt werden können, so sind diese so zu benutzen, dass hiervon nicht die Gefahr einer unbeabsichtigten Keimverschleppung ausgeht. Werden flüssigkeitsdichte Handschuhe getragen, so bildet sich ein Feuchtigkeitsstau, was wiederum leicht zu Hautproblemen führen kann (z. B. trockene Haut, Juckreiz, Rötung). Die Verwendung von Unterzieh-Baumwollhandschuhen sowie häufige Handschuhwechsel werden empfohlen. Über die Verwendung der Handschuhe sind die Beschäftigten zu unterweisen.

Bei Reinigungsarbeiten, z. B. mit Flächendesinfektionsmitteln, kann die Anwendung von Schutzhandschuhen erforderlich sein, hier sind die Herstellerangaben zu beachten.

Sowohl häufiges Waschen, als auch Händedesinfektion und Tragen von Handschuhen strapazieren die Haut. Hautschutz und Pflege müssen dementsprechend angepasst werden.

Für Münzen und Geldscheine gilt das gleiche wie bei sonstigen Oberflächen: Aufgrund der geringen Umwelt-Stabilität von Coronaviren erscheint eine Übertragung des Erregers über diese Wege in den meisten Fällen unwahrscheinlich. Übertragungen durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind nicht gänzlich auszuschließen. Aus früheren Epidemien mit ähnlich übertragbaren Erregern gibt es keine Hinweise, dass der Umgang mit Bargeld eine relevante Infektionsquelle darstellt. Hinzu kommt, dass der Hauptübertragungsweg eine Tröpfcheninfektion zu sein scheint.

Siehe auch:
Erregersteckbrief des Robert Koch-Institutes
Externer Link

Beachten Sie, dass keine Enge im Geschäftslokal und an Orten mit verstärktem Kundenkontakt entstehen darf. Gegebenenfalls muss der Zutritt begrenzt werden. Dazu können z.B. Zugangskontrollen, Verkauf über ein Außenfenster, Hinweise in Kassenbereichen (z.B. Bodenaufkleber) oder Absperrungen beitragen. An Orten mit verstärktem Kunden- oder Personalkontakt sind weitere Schutzmaßnahmen (z.B. Plexiglasscheibe oder gleichwertige Materialien, Abstandsregelungen zum Schutz des Kassenpersonals etc.) umzusetzen.

Weiter ist das Anbringen von Aushängen zu Verhaltensregeln für die Kunden am Eingang und Ausgang (z.B. Abstand einhalten zu Personen im Laden, im Treppenhaus oder im Fahrstuhl) zur Senkung des Infektionsrisikos für die Kunden und die Beschäftigten erforderlich.

www.bghw.de
Aushänge zum Download

Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen.

Die Kunden sollten auf die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens und der berührungsfreien PIN-Eingabe (z.B. mittels mitgebrachtem Stift des Kunden) hingewiesen werden.

Bei Barzahlung gilt: Damit das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu nutzen. Da in vielen Fällen doch ein gewisser direkter Kontakt mit Bargeld erfolgt, muss auf eine konsequente Händehygiene geachtet werden.

Beschäftigte mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-Erkrankung sollten möglichst nicht für die Kassierarbeiten und nicht im direkten Kundenkontakt eingesetzt werden und sind auf die mögliche Bedeutung von Vorerkrankungen für eine Infektion hinzuweisen. Bei Unsicherheiten über die Relevanz einer Vorerkrankung sollen sich die Beschäftigten an den zuständigen betriebsärztlichen Dienst wenden.

Eine Liste der relevanten Vorerkrankungen finden Sie beim Robert Koch-Institut.

 

Was müssen Sie als Unternehmer tun?

Grundsätzlich müssen Gefahren immer direkt an der Quelle beseitigt oder vermindert wer­den. Wo dies nicht vollständig möglich ist, müssen Sie Schutzmaßnahmen nach dem T-O-P-Prinzip ergreifen. Das heißt, Sie müssen zuerst technische (T), dann organisatorische (O) und erst zuletzt personenbezogene (P) Maßnahmen, zu denen z. B. das Tragen von Atemschutzmasken bzw. Schutzbrillen gehört, festlegen und durchführen. Technische Maßnahmen können z.B. Trennwände oder Barrieremaßnahmen (z.B. Absperrungen, und Geldablagen) sein. Organisatorische Maßnahmen sind z.B. gut sichtbare Hygienehinweise für Ihre Kunden, Abstandsmarkierungen in der Warteschlange oder kontaktloses Bezahlen. Sie bieten einen zusätzlichen Gewinn an Schutz für Ihre Mitarbeiter, so dass vielfach z. B. das Tragen von Atemschutzmasken (= Persönliche Schutzmaßnahme) nicht notwendig ist. Insbesondere dann, wenn sie die Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig überprüfen. Unterstützen kann Sie bei der Festlegung der Maßnahmen auch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit bzw. der Betriebsarzt. Sollten Sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu dem Schluss kommen, dass das Tragen von geeigneten Atemschutzmasken bzw. Schutzbrillen notwendig ist, sind dabei einige wesentliche Dinge zu beachten, da bei Nichtbeachtung diese nur eine Scheinsicherheit bieten.

Auf einen Schlag können viele Beschäftigte gleichzeitig ausfallen. Sie erkranken entweder selbst oder müssen erkrankte Familienangehörige pflegen. Durch Quarantänemaßnahmen der Gesundheitsämter kann sich der Personenkreis, der nicht mehr zur Arbeit gehen kann, schnell vergrößern. Unabhängig davon, ob die Erkrankungen durch das Coronavirus als Pandemie eingestuft wird oder nicht, sollten sich Unternehmen darauf einstellen, dass es in den kommenden Wochen vermehrt zu diesen krankheitsbedingten Ausfällen kommt. Um die betrieblichen Abläufe dennoch sicherstellen zu können, ist es erforderlich, im Vorfeld eine ganze Reihe von Fragen zu klären. Beispielsweise wie Geschäftsabläufe bei Personalausfällen sichergestellt werden sollen. Die Unfallversicherungsträger haben als Hilfestellung zehn Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung zum Download zusammengestellt. Wichtig ist es, durch eine sachliche Risikokommunikation Paniksituationen zu vermeiden.

10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung
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Aushang "Hände schütteln"
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Klare Botschaften und sichtbare Hinweise, wie sich die Kunden zu verhalten haben, sorgen für eine ruhige Atmosphäre. Wer entspannt ist, bleibt eher auf Abstand. Wer ruhig und höflich kommuniziert, kann Streit vorbeugen.

Als Chefin oder Chef sollten Sie Ihren Mitarbeitern den Rücken stärken und sie unterstützen. Sorgen Sie für eine gerechte Arbeitsaufteilung, und kümmern Sie sich um die Belange der Mitarbeitenden.

Bei Konflikten mit Kunden, z. B. weil Waren nicht verfügbar sind, sollten Sie klare Regeln aufstellen und präsent sein.

In den letzten Tagen erreichen uns vermehrt Anfragen im Hinblick auf die Beschäftigung schwangerer Frauen im während der Corona-Pandemie. Einige Aufsichtsbehörden haben dazu Handreichungen herausgegeben, die wir nachfolgend verlinkt haben:

Ausführliche Informationen zu den Risiken des Coronavirus für schwangere Frauen und Säuglinge finden Sie bei der 

Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
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Wissen kompakt: Mutterschutzgesetz
Informationen zum neuen Mutterschutzgesetz 2018

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Der Versicherungsschutz ist gewährleistet, wenn den Arbeitnehmern die Option freiwillig und unentgeltlich bewilligt wird. Die Mitarbeiter bleiben weiterhin vertraglich an die ursprüngliche Firma gebunden und die Gehaltszahlung erfolgt durch diese Firma, es findet kein finanzieller Ausgleich mit den unterstützten Betrieben statt. Es darf keine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung vorliegen.
Außerdem darf das Unfallrisiko in dem unterstützten Arbeitsbereich nicht merklich höher sein als in der ursprünglichen Tätigkeit in ihrem Betrieb.

Wenn vorhanden, ist das heimische Arbeitszimmer mit Schreibtisch und Bürostuhl der beste Platz zum Arbeiten. Aber auch wenn der heimische Küchentisch als Lösung herhalten muss, können Beschäftigte die Arbeit sicher und entspannt gestalten:

  • Gerät so aufstellen, dass möglichst keine Fenster oder Lichtquellen sich darin spiegeln oder ins Gegenlicht geschaut werden muss. Tageslicht kommt am besten von der Seite. 

  • Der Abstand zum Bildschirm sollte 50-70 cm betragen. 

  • Separate Tastatur, Maus und wenn vorhanden auch einen separaten Bildschirm für Arbeiten am Notebook nutzen, da sie eine ergonomischere Arbeitshaltung ermöglichen. 

  • Am besten schaut man entspannt von oben auf den Bildschirm herab, so als würde man ein Buch lesen. Für optimales Sehen sollte der Monitor so weit nach hinten geneigt sein, dass der Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft. So ist sichergestellt, dass der Kopf beim Blick auf den Monitor leicht gesenkt ist, was Verspannungen vorbeugt. 

  • Öfter die Sitzhaltung ändern und Bewegungspausen machen, um Verspannungen im Rücken vorzubeugen. Einige Übungen finden Sie hier.

Wird für einen beschränkten Zeitraum Home-Office empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. Sie ist abzugrenzen von der klassischen Form des Home-Office, der Telearbeit. Telearbeit heißt: Der Arbeitgeber richtet im Privatbereich von Beschäftigten einen Arbeitsplatz mit der entsprechenden Ausstattung ein und regelt die Arbeit von zuhause arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung. Hierfür macht die Arbeitsstättenverordnung entsprechende Vorgaben. 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht. In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden

 

Allgemeines zur Betriebshygiene

Hier die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): 
„Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang überleben.
Eine Schmierinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen
wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt.“

Hier die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung: 
„Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren
Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für SARS-CoV-2 hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen
die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder etwa durch importierte Bedarfsgegenstände mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt.“
 
Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.
(BfR, Bundesinstitut für Risikobewertung)

Für Arbeitsplätze, an denen bereits ein Hautschutzplan aufgrund von Hautgefährdungen oder Hygienevorschriften vorhanden ist, sind die dort festgelegten Maßnahmen weiterhin zu beachten und keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Für Personen, die sonst keine Tätigkeiten mit erhöhter Hautbelastung ausüben, z.B. Kassenkräfte, Bürokräfte, Personen an der Information, Rezeption kann sich infolge der zusätzlichen Hygienemaßnahmen der Pflegebedarf der Hände erhöhen. Häufiges Händewaschen, die Händedesinfektion und das Tragen von Handschuhen belasten die Haut. Die konsequente Anwendung von Hautpflegemitteln zur Regeneration der Hautbarriere und Vermeidung von Hautveränderungen ist deshalb sehr wichtig.

Die Anwendung von Hautpflegemitteln ist hier, insbesondere nach Arbeitsende, besonders wichtig. Hautpflegemittel unterstützen die Regenerationsfähigkeit der Haut. Für das Eincremen nach der Arbeit und in der Freizeit sind fetthaltige Cremes zu empfehlen, um der Haut ausgewaschene Fette und Feuchtigkeit zurückzugeben.
Empfohlen wird die Anwendung duftstofffreier Produkte. Der Nutzen von Pflegemaßnahmen ist sehr hoch einzuschätzen.

Üblicherweise werden Hautpflegemittel während längeren Pausen und nach Arbeitsende aufgetragen.  Sie können aber auch zwischendurch, z.B. nach dem Händewaschen, angewendet werden.

Tipp: Beim Eincremen an Fingerkuppen, Nagelfalz und Fingerzwischenräume denken!

Werden Einmalhandschuhe verwendet, ist folgendes zu beachten:

  • Handschuhe möglichst wechseln, wenn sie innen feucht sind. Eventuell Baumwollhandschuhe unterziehen (ebenfalls rechtzeitig wechseln)

  • Nach der Benutzung Hautpflegemittel auftragen

Die Anwendung von Hautschutz- oder Hautpflegemitteln unter Einmalhandschuhen wird nicht empfohlen, da für eine Schutzwirkung (Verringerung der Hautquellung, bzw. des Schwitzens) bisher keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Zudem kann je nach Zubereitungsform das Aufquellen der Haut unter dem Handschuh und das Herauslösen von Handschuhinhaltsstoffen gefördert werden.
 

Aktuelle allgemeine und medizinische Informationen zum Coronavirus finden Sie auf den Internetseiten folgender Institutionen:

www.rki.de
Robert-Koch-Institut (RKI)

www.infektionsschutz.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

www.baua.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 

www.bfr.bund.de
Bundesinstitut für Risikobewertung

www.bvlk.de
Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure

www.bghw.de
Aushänge für Kassen und Bedientheke

Maßgeblich sind die Informationen des Robert-Koch-Institutes, der zentralen Forschungs- und Referenzeinrichtung des Bundesministeriums für Gesundheit auch auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten.

Zentrale

0621 4456 – 0

Mo bis Do von 8 bis 17 Uhr und Fr von 8 bis 16 Uhr

info@bgn.de

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SARS-CoV-2

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(Link zur DGUV)

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Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

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