Mit dem Inklusionspreis zeichnet die BGN Unternehmen aus, die Mitarbeitende nach einem schweren Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit durch außergewöhnliches Engagement die erfolgreiche Wiedereingliederung ins Erwerbsleben ermöglichen. Ziel des Preises ist es auch, Lösungsansätze für Wiedereingliederungsmaßnahmen zugänglich zu machen und zu verbreiten. Denn oftmals fehlt es nicht am Willen oder den notwendigen Strukturen, sondern am Wissen über die Möglichkeiten und Hilfestellungen, um Integrationsprojekte zum Erfolg zu führen.
Dafür, dass sie soziale Verantwortung übernehmen und sich für die Wiedereingliederung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters außerordentlich engagieren, erhalten drei Unternehmen den Inklusionspreis 2024.
Bio-Seehotel Zeulenroda
Saskia Dubberke, Konditorin im Bio-Seehotel in Zeulenroda, ist 2019 auf dem Weg zur Konditormeisterin. Der Mittwoch, 30. Oktober 2019, ist ein wichtiger Tag für sie: Der praktische Teil ihrer Meisterprüfung steht an, sie wird ihr Meisterstück anfertigen. Aber es kommt anders: Ist es die Nervosität während der Prüfung, ein Moment der Unachtsamkeit? Flüssiger Zucker, über 150°C heiß, fließt ihr über beide Hände. Die Verbrennungen sind schwer, der Heilungsprozess langwierig. Und an dessen Ende steht fest: Ihre volle Arbeitsfähigkeit wird Saskia Dubberke nicht wiedererlangen.
Mit der Unterstützung und Beratung durch das Reha-Management der BGN suchte man im Bio-Seehotel Zeulenroda nach Möglichkeiten, die geschätzte Mitarbeiterin und hervorragende Konditorin weiter zu beschäftigen. Am Ende dieses Prozesses standen Teilzeitstellen sowohl in ihrem Handwerk als auch in der EDV des Unternehmens.
Pospich, Lange, Dubberke, Ellinger (v.l.n.r.) vor dem Bio-Seehotel, Zeulenroda
© BGN/Lena Knecht