Physikalisch-technische Expertise für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik
Im Sachgebiet Physik und Technik stehen Ihnen Physiker, Elektroniker, Konstrukteure und Softwareingenieure sowie oftmals Studierende der Hochschule Mannheim und der Fachhochschule Heidelberg im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten zur Verfügung, die Ihnen verschiedene Fragen aus physikalisch-technischen Fachrichtungen in Bezug auf den Arbeitsschutz beantworten können. Der Aufgabenschwerpunkt dieses Sachgebiets liegt auf Forschung und Entwicklung.
Leistungen im Überblick: Messgeräte, Simulationen und Sicherheitslösungen
Typische Arbeitsergebnisse des Sachgebiets Physik und Technik sind:
Forschungsberichte zum Thema Arbeitssicherheit, wie z.B. Explosionsschutz, CO2-Vergiftung in Brauereien und Winzereien, Aerodynamik an Gleisanlagen etc.
Messgeräte und Verfahren für die Staubkonzentrationsmessung
Apparatur für die Beurteilung des Staubungsverhaltens von Schüttgütern
Schutzsystem für die Erkennung von Glimmnestern im pneumatischen Schüttguttransport
Konstruktiver Explosionsschutz, z.B. Explosionsklappen
Softwareentwicklung für sicherheitstechnische Fragestellungen
Computersimulationen
Versuchs- und Prüfstände, Messtechnik
Datenbanken für das Zentrallabor
Entwicklung innovativer Mess- und Schutzsysteme
Fragestellungen aus der Vergangenheit betrafen zum Beispiel Staubkonzentrationen oberhalb von 1 g/m³ innerhalb von schüttgutverarbeitenden Anlagen. Hierfür gab es weltweit keine verfügbare Messtechnik, weshalb ein optoelektronisches Messgerät für diesen Messbereich entwickelt und gebaut wurde (SKG7).
Ein anderes Projekt hatte die Entwicklung eines Systems zum Ziel, mit dem Glimmnester im pneumatischen Schüttguttransport detektiert werden können. Dieses Glimmnestdetektionssystem (GDS 3B) erhielt ein europäisches Patent.

Computersimulationen für Explosionsschutz und CO₂-Sicherheitsanalysen
Neben vier Laboren und dem Versuchsfeld der BGN in Kappelrodeck verfügt das Sachgebiet auch über einen Großrechner für umfangreiche Computer-Simulationen. Damit wurde beispielsweise die Staubverteilung in Silos bei pneumatischer Befüllung simuliert, was für die Auslegung von konstruktivem Explosionsschutz – z. B. Explosionsklappen – wichtig ist.
Ein anderes Beispiel ist die Simulation des Ausflusses von CO2 aus Bier- und Sekttanks. Die Kenntnis der Ausflussdauer ist wichtig für die Ermittlung des Zeitpunkts, ab dem Personen diese Tanks zu Reinigungszwecken betreten dürfen, ohne Gefahr zu laufen, eine CO2-Vergiftung zu bekommen.


Softwareentwicklung für sicherheitstechnische Berechnungen
Auch eigene Softwareentwicklungen, wie zum Beispiel die Programme ExProtect und FSAero, spielen eine wichtige Rolle bei der Problemlösung. Mit ExProtect lassen sich wichtige Fragen beim konstruktiven Explosionsschutz beantworten. Als Beispiele seien genannt die Festigkeit und Effizienz von Explosionsklappen, die Flugweiten von Explosionstrümmern, die Festigkeit von Behältern oder die notwendige Druckentlastungsfläche an Gebäuden, Silos und Elevatoren.
Mit FSAero kann unter anderem berechnet werden, welchen aerodynamischen Belastungen Beschäftigte an Gleisanlagen ausgesetzt sind und welche Auswirkung diese Belastungen auf das Gleichgewicht dieser Beschäftigten hat.

Zusammenarbeit mit der FSA
Das Sachgebiet Physik und Technik befasst sich mit vielen weiteren physikalisch-technischen Fragestellungen zum Thema Arbeitssicherheit und arbeitet dabei eng mit der Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitsmedizin (FSA) e.V. zusammen, die von der BGN mitgegründet wurde. Weitere Details finden Sie auf der Webseite der FSA:







