BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Heilbehandlung in einer Rehaklinik

FAQ Arbeitsunfall

Fragen und Antworten

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FAQ »Arbeitsunfall«

 

Arbeitsunfälle sind Unfälle, die sich bei der Arbeit oder auf Dienstwegen ereignen. Dazu gehören zum Beispiel auch Unfälle

  • beim Befördern oder Reparieren von Arbeitsgeräten
  • beim Betriebssport, wenn der Wettkampfcharakter nicht im Vordergrund steht
  • bei vom Unternehmen veranstalteten Betriebsfeiern und Ausflügen

 

 

Wegeunfälle sind Unfälle, die sich auf dem direkten Weg zur Arbeit oder zurück ereignen. Versichert sind Arbeitnehmer auch auf Umwegen, die nötig werden:

  • um Kinder während der Arbeitszeit unterzubringen
  • bei Fahrgemeinschaften
  • bei Umleitungen
  • weil der Arbeitsplatz über einen längeren Weg zügiger erreicht werden kann

Auch auf allen mit der Arbeit verbundenen Dienstfahrten sind die Arbeitnehmer versichert.

 

 

In folgenden Fallen besteht kein Versicherungsschutz:

  • für absichtlich herbeigeführte Schäden
  • für Unfälle, die wesentlich auf Trunkenheit oder
  • private Tätigkeiten zurückzuführen sind.

 

 

Jede Erste Hilfe-Leistung im betrieblichen Alltag, mag sie auch noch so unbedeutend erscheinen, muss im Verbandbuch/Meldeblock dokumentiert und fünf Jahre lang aufbewahrt werden. Aus ihnen müssen Angaben über Zeit, Ort, Hergang des Unfalls bzw. des Gesundheitsschadens, Art und Umfang der Verletzung, Name des Versicherten, Zeugen und Personen, die Erste Hilfe geleistet haben, hervorgehen. Der ordnungsgemäße Eintrag in das Verbandbuch ist dann von Bedeutung, wenn beispielsweise bedingt aus der kleinen Verletzung ernsthafte Folgeerkrankungen entstehen. Die Aufzeichnungen im Verbandbuch/Meldeblock gelten als Dokument, mit dessen Hilfe eine Verletzung oder ein Unfall während der Arbeitszeit nachgewiesen werden kann.

 

 

Suchen Sie bitte den Durchgangsarzt (D-Arzt) auf. Der D-Arzt hat besondere Kenntnisse in der Behandlung von Unfallverletzten. Die Anschriften der Durchgangsärzte und zugelassenen Krankenhäuser können Sie mit Hilfe dieser Datenbank in Erfahrung bringen.

 

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Eine während der Arbeitszeit unfallverletzte Person hat sich unverzüglich einem D-Arzt vorzustellen, wenn

  • die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt oder
  • die Behandlungsbedürftigkeit (bei weiter bestehender Arbeitsfähigkeit) voraussichtlich mehr als eine Woche beträgt oder
  • die Verordnung von Heilmitteln / Hilfsmitteln erforderlich ist oder
  • bei Wiedererkrankung

Der/die Verletzte hat die freie Wahl unter den D-Ärzten des Bezirks. 

Suche nach einem Durchgangsarzt

 

 

Wenn die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus nicht zur Arbeitsunfähigkeit führt oder die Behandlungsbedürftigkeit des arbeitsfähigen Patienten voraussichtlich nicht mehr als eine Woche beträgt. Von der Vorstellungspflicht sind zudem Verletzte ausgenommen, die sich in Behandlung eines H-Arztes befinden und Verletzte, die wegen isolierter Augen- oder HNO-Verletzungen von einem entsprechenden Facharzt behandelt werden.

 

 

Mit dem Durchgangsarztbericht sowie mit jedem weiteren Nachschaubericht gibt der D-Arzt dem Vertragsarzt bei allgemeiner Heilbehandlung einen Hinweis, ob und eventuell wann eine Nachschauuntersuchung erfolgen soll. Aber auch ohne eine solche Terminvergabe durch den D-Arzt kann der Vertragsarzt jederzeit eine Nachschau veranlassen.

 

 

Alle Unfälle einschließlich der Verkehrsunfälle (z.B. Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte), die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich ziehen oder den Tod eines Versicherten zur Folge haben, müssen binnen drei Tagen an die zuständige BGN-Bezirksverwaltung gemeldet werden.

 

 

Anzeigepflichtig ist der Unternehmer oder sein Bevollmächtigter. Bevollmächtigte sind Personen, die vom Unternehmer zur Erstattung der Anzeige beauftragt sind.

 

 

Unterschreiben müssen

  • der Unternehmer oder sein Stellvertreter
  • der Betriebs- oder Personalrat (sollte ein Betriebs- oder Personalrat nicht bestehen, muss dies vermerkt werden)

 

 

Sie haben folgende Möglichkeiten, den Versicherungsfall bei einer Bezirksverwaltung vor Ort zu melden:

  • telefonisch
  • schriftlich formlos (bitte geben Sie dabei Ihren Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Arbeitgeber, Krankenkasse und den Zeitpunkt des Unfalls an)
  • mit einer Unfallanzeige, die Ihnen mit einem Klick zur Verfügung steht.

 

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Von der Anzeige erhalten:

  • - die Berufsgenossenschaft 2 Exemplare (oder wenn Sie einen Zugang haben, über das Extranet)
  • - das Gewerbeaufsichtsamt 1 Exemplar
  • - der Unternehmer für seine Unterlagen 1 Exemplar
  • - der Betriebsrat (Personalrat) 1 Exemplar

Sofern der/die Versicherte eine Durchschrift oder Kopie der Anzeige wünscht, bitten wir Sie, ihm/ihr diese auszuhändigen. Ihr/e Mitarbeiter/in hat gemäß § 193 Abs. 4 SGB VII einen Anspruch darauf.

 

 

Als besonderen Service haben Mitglieder der BGN die Möglichkeit, die Unfallanzeige online im Extranet der BGN auszufüllen. Für das Einloggen in das Extranet der BGN benötigen Sie einen persönlichen Zugangscode. Sofern Sie noch keinen persönlichen Zugangscode haben, können Sie diesen hier anfordern

 

 

Bei allen Meldungen wird geprüft, ob die Voraussetzungen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit vorliegen. Grundlage für diese Prüfungen sind Ihre Angaben und die Meldung des behandelnden Arztes.

 

 

Bei einem tödlichen Unfall oder Massenunfall im Betrieb sind zusätzlich zur schriftlichen Unfallanzeige die Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt sofort zu unterrichten. Dies gilt auch für schwere Unfälle und schwere Schadensfälle (z.B. Explosionen, Brände, Einstürze). Von der sofortigen Benachrichtigungspflicht ausgenommen sind Verkehrsunfälle.

Für die sofortige Unfallmeldung bei schweren, tödlichen Unfällen oder schweren Schadensfällen(z. B. Explosionen, Brände, Einstürze) hat die BGN ein Unfallmeldetelefon eingerichtet unter dem die diensthabende Technische Aufsichtsperson zu erreichen ist, die dann alles Notwendige veranlasst. Von der sofortigen Benachrichtigungspflicht ausgenommen sind Verkehrsunfälle.

Während der Dienstzeiten
Montag - Freitag: 08:00-16:00 Uhr
Fon 0621 4456-3517
Außerhalb der Dienstzeiten
Fon 0621 4456-666

 

Rehabilitation

0621 4456-1462

rehabilitation@bgn.de