BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Heilbehandlung in einer Rehaklinik

Entschädigung

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Die BGN übernimmt die Kosten für die Heilbehandlung sowie für die berufliche und soziale Wiedereingliederung. Außerdem erhalten Verletzte oder Erkrankte für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (bis zu einer Obergrenze) ein gegenüber dem Nettoentgelt geringfügig abgesenktes Verletztengeld.

Während der Maßnahmen der beruflichen Wiedereingliederung zahlt die Berufsgenossenschaft ein Übergangsgeld. Verletzten- und Übergangsgeld helfen, wenn das Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber nicht weitergezahlt wird.

Wenn nach Abschluss der Rehabilitation eine andauernde Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 20 Prozent besteht, zahlt die Berufsgenossenschaft zudem eine Rente.

Die Vollrente beträgt zwei Drittel des vor dem Unfall oder der Berufskrankheit erzielten Jahresarbeitsverdienstes. Bei teilweiser Minderung entspricht die Rente dem Grad dieser Minderung der Erwerbsfähigkeit.

Die Berufsgenossenschaft zahlt ihre Renten für die Dauer der Minderung der Erwerbsfähigkeit, unter Umständen also lebenslang, unabhängig von jeder Berufstätigkeit und vom Alter des Versicherten.

Sind Versicherte in Folge von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten gestorben, zahlt die Berufsgenossenschaft Hinterbliebenenrenten und Sterbegeld.

Für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit erhalten Verletzte oder Erkrankte (bis zu einer Obergrenze) ein gegenüber dem Nettoentgelt geringfügig abgesenktes Verletztengeld.

Während der Maßnahmen der beruflichen Wiedereingliederung zahlt die Berufsgenossenschaft ein Übergangsgeld. Dieses beträgt in der Regel 68 % des Verletztengeldes, unter bestimmten Voraussetzungen
75 %. Verletzten- und Übergangsgeld helfen, wenn das Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber nicht weitergezahlt wird.

Der Anspruch auf Verletztengeld beginnt mit dem Tag, an dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird. In der Regel werden Gehalt oder Lohn aber in den ersten sechs Wochen nach dem Unfall (Krankheitsfall) bei Arbeitsunfähigkeit durch den Unternehmer weiter gezahlt. Erst dann übernimmt die BGN die finanzielle Versorgung.

Seit 1997 ist die Leistungsdauer des Verletztengeldes an die des Krankengeldes angepasst. Es endet spätestens nach 78 Wochen - wenn nicht damit zu rechnen ist, dass die Arbeitsfähigkeit wieder eintritt und eine Berufsförderung nicht möglich ist.

Bei Arbeitnehmern beträgt das Verletztengeld unabhängig vom Familienstand und von der Zahl der unterhaltenen Angehörigen 80 Prozent des regelmäßigen Entgelts (Regellohn). Es darf das regelmäßige Nettoentgelt nicht übersteigen.

Während der Dauer des Bezugs von Verletztengeld zahlt die BGN auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Bezieher von Verletztengeld sind in der Rentenversicherung versicherungspflichtig und haben sich an der Beitragszahlung zu beteiligen. Beiträge zur Arbeitslosenversicherung fallen an, wenn durch die Arbeitsunfähigkeit oder eine Maßnahme zur medizinischen Rehabilitation eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird. Versicherte haben sich grundsätzlich auch an den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung zu beteiligen. Dieses entfällt nur, wenn das Entgelt unter der Geringverdienergrenze von 400 EUR liegt oder das Verletztengeld in Höhe des ALG II zu zahlen ist.

Bei freiwillig oder pflichtversicherten Unternehmern und deren im Unternehmen ohne Arbeitsvertrag mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner beträgt das tägliche Verletztengeld den 450. Teil der Versicherungssumme. Es beginnt ab dem Tag, an dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird.

Wenn nach Abschluss der Rehabilitation eine über die 26. Woche nach dem Versicherungsfall andauernde Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 20 Prozent besteht - oder der Betroffene gar nicht mehr arbeiten kann, zahlt die BGN eine Verletztenrente.

Die Höhe der Rentenzahlung wird nach dem Grad der Erwerbsminderung bemessen. Eine weitere Berechnungsgrundlage ist der Verdienst des Versicherten im Jahr vor dem Unfall bzw. dem Eintritt der Berufskrankheit oder die Versicherungssumme bei freiwillig oder pflichtversicherten Unternehmern und deren im Unternehmen ohne Arbeitsvertrag mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner.

Die Vollrente bei vollständigem Verlust der Erwerbsfähigkeit beträgt zwei Drittel des vor dem Unfall oder der Berufskrankheit erzielten Jahresarbeitsverdienstes bzw. der Versicherungssumme. Bei teilweiser Minderung entspricht die Rente dem Grad dieser Minderung der Erwerbsfähigkeit.

Die Berufsgenossenschaft zahlt ihre Renten für die Dauer der Minderung der Erwerbsfähigkeit, unter Umständen also lebenslang, unabhängig von jeder Berufstätigkeit und vom Alter des Versicherten. Ein Abfinden der Rente zur Schaffung einer Existenzgrundlage (auch Hausbau oder Immobilienkauf zur eigenen Nutzung) ist möglich.

chwerverletzte, die nicht in der Lage sind, die notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens selbst auszuführen, erhalten zusätzlich zur Rente ein Pflegegeld, das sich nach dem Grad der Schwere der Verletzung richtet.v

Sind Versicherte infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit verstorben, zahlt die BGN je nach Sachlage Witwen-/Witwer-, Waisen- und Elternrenten und Sterbegeld. Sie trägt auch die Überführungskosten.

Die Entscheidung über die Leistungspflicht trifft der Rentenausschuss der BGN auf Vorschlag der Verwaltung. Gegen seine Entscheidung kann ein Versicherter Widerspruch einlegen. Die Verwaltung prüft dann die Sach- und Rechtslage nochmals und bezieht dabei neu vorgebrachte Gründe ein. Bleibt es bei der ersten Entscheidung, geht der Widerspruch an die Widerspruchstelle, ein mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetztes Gremium. Folgen auch sie in ihrem Bescheid der Auffassung des Rentenausschusses, ist das Verwaltungsverfahren abgeschlossen. Dem Versicherten steht dann der Gang vor das Sozialgericht offen. Das Verfahren bei der Widerspruchsstelle und vor den Sozialgerichten ist für Verletzte und Hinterbliebene kostenfrei.

Rehabilitation

0621 4456-1547

rehabilitation@bgn.de