19.09.2018, 22:59 Uhr » Home » Medien » Fachartikel

Erschöpft, gestresst, ausgebrannt

Was der Betrieb tun kann
Großen Einfluss auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter haben Führungsqualität, Arbeitsorganisation und Arbeitsabläufe. Eine zentrale Rolle wird hier den Führungskräften zugewiesen. Dabei werden verschiedene Führungsstile bzw. Eigenschaften der hierfür geeigneten Führungskraft diskutiert. Unstrittig ist sicherlich, dass die Führungskraft Vorbildfunktion hat, sowohl was den eigenen Arbeitsstil als auch den Umgang mit der eigenen Gesundheit betrifft.
"Gesund führen" heißt somit auch: über den persönlichen Arbeits- und Lebensstil reflektieren. Eine offene
Schmuckbild
Kommunikation über Probleme und ein wertschätzender Umgang mit den unterschiedlichen Stärken und Schwächen der Mitarbeiter tragen dazu bei, im Arbeitsprozess realistische Zielvorgaben zu finden. Kritisch wird aber auch diskutiert, dass die Führungskraft nicht als Ersatztherapeut gesehen werden darf. Sie hat Einflussmöglichkeiten im Bereich der Arbeitsgestaltung.
Bei der Gestaltung der Arbeitsorganisation und -abläufe kann die Führungskraft Spielräume schaffen, damit aus Anforderungen keine Überforderungssituationen entstehen. Hier gibt es eine Reihe von Möglichkeiten und Erfahrungen. Generell kann die Arbeitszeitflexibilisierung Chancen bieten, Arbeit und Privatleben positiv miteinander zu verbinden. In der täglichen Arbeit hilft es auch, einen anderen Umgang mit Fehlern und Misserfolgen zu etablieren. Zu bedenken ist auch: Nicht alle Mitarbeiter können in einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt im Gleichschritt Veränderungen umsetzen. Dem Gefühl, immer und überall erreichbar sein zu müssen, haben einige Firmen bereits einen Riegel vorgeschoben. Die E-Mail-Funktion kann nach Feierabend oder am Wochenende abgeschaltet werden. Professor Dr. Jarek Krajewski von der Universität Wuppertal machte im Fachgespräch Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt den Vorschlag: Die Mitarbeiter können Erholungskompetenz aufbauen und der Betrieb kann eine Infrastruktur anbieten, die Regenerationsprozesse zulässt.

Nachhaltige Lösungsansätze
Klar ist, dass betriebliche Gesundheitsarbeit nicht durch einmalige Aktionen oder Seminare abgedeckt werden kann. Systematische Konzepte zum Erhalt und zur Förderung der psychischen und körperlichen Gesundheit sind in den letzten Jahren unter dem Stichwort Gesundheitsmanagement entstanden. Der Bedarf muss erkannt, passende Angebote müssen geschaffen und der Erfolg der Maßnahmen muss immer wieder bewertet werden. Ein Patentrezept für erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es nicht. Es gibt aber erprobte Methoden und aktuelle, hilfreiche Angebote, um ein maßgeschneidertes betriebliches Konzept zu etablieren.
Die BGN bietet hierzu Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen an (siehe Kasten oben).
Außerdem unterstützt die BGN die Unternehmen mit Personenqualifizierungen und Organisationsberatung, ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen (siehe Kasten unten).

BGN-BERATUNGSANGEBOT

„Sicherheit, Gesundheit, Qualität.“

Unter der Überschrift „Sicherheit, Gesundheit, Qualität.“ unterstützt die BGN die Unternehmen bei der Gestaltung gesunder und sicherer Arbeit. Dazu entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen eine maßgeschneiderte Vorgehensweise und einzelne Aktivitäten. Wir arbeiten interdisziplinär mit einem ganzheitlichen Ansatz und nehmen das gesamte Arbeitssystem in den Blick. Im Zentrum stehen die Mitarbeiter. Mit ihnen und den Führungskräften arbeiten wir eng zusammen, um herauszufinden, was sich ändern muss und welche Aktivitäten dazu notwendig sind. Unsere speziell qualifizierten „Demografie-Lotsen“ bieten den Unternehmen betriebsspezifische Altersstrukturanalysen und darauf basierende Organisationsberatung an.

Infos: www.bgn.de, Shortlink = 1213