18.11.2018, 16:16 Uhr » Home » Medien » Fachartikel
Senioren auf einer Parkbank
"Goldene Jahre"

Demographischer Wandel - Überalterung der Gesellschaft

In Deutschland sind seit einigen Jahren beunruhigende Veränderungen zu beobachten. Immer mehr ältere Menschen stehen immer weniger jungen gegenüber. Die Bevölkerung als Ganze altert, sie erlebt einen demographischen Wandel.


Das hat mehrere Gründe: 1. Die Lebenserwartung steigt. 2. Es werden immer weniger Kinder geboren. Im Schnitt hat eine Frau in Deutschland weniger als 1,4 Kinder. Für den Erhalt der Bevölkerung wären aber 2,1 Kinder pro Frau nötig. 3. Der Zuzug von Ausländern schafft keinen ausreichenden Ausgleich und nimmt zur Zeit ab.



Abb. 1: Entwicklung der Altersgruppen in Deutschland 2002-2050. (Infografiken zum Thema "Demographischer Wandel und Wohnraumnachfrage". Quelleninformation. www.schader-stiftung.de ; mit freundlicher Genehmigung der Schaderstiftung)

Aufgrund von Schätzungen zukünftiger Geburtenraten, Sterblichkeiten und Wanderungsbewegungen lassen sich mögliche zukünftige Entwicklungen berechnen.
  • Die Einwohnerzahl in Deutschland geht zurück: vom Jahr 2000 bis 2030 um rund 1,2 Mio. Im Jahr 2050 werden nur noch ca. 75 Mio. Menschen in Deutschland leben.
  • Das Durchschnittsalter steigt rapide an: 2000 lag es bei 38 Jahren; es wird bereits 2010 auf 52,2 (Männer) bzw. 45,1 Jahre (Frauen) ansteigen.
  • Langfristig wird der Anteil der über 65jährigen ansteigen während der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter abnimmt.

Innerhalb der Personengruppe im erwerbsfähigen Alter zeichnen sich massive Umschichtungen ab:
  • Die geburtenstarken Jahrgänge der sechziger Jahre bestimmen den um 2010-2020 groß werdenden Anteil "älterer Arbeitnehmer". Unter "älteren Arbeitnehmern" werden meistens Erwerbstätige über 45 Jahre verstanden.
  • Diesen "älteren Erwerbstätigen" steht ein ständig schrumpfender Anteil jüngerer Erwerbstätiger gegenüber.
  • Wenn die geburtenstarken Jahrgänge ab ca. 2020-2030 in Rente gehen, geht der Anteil der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter relativ zu den über 65jährigen massiv zurück. Das kann bedeuten, dass ältere Menschen länger als bis zur jetzt üblichen Rente arbeiten müssen.

Heutige Szenarien lassen vermuten, dass die Erwerbstätigkeit älterer Menschen zu einem wichtigen Thema wird. Wirtschaft und Gesellschaft sind jedoch vielfach noch jugendorientiert. Sie sollten sich dringend bewusst machen:
  • Die Leistungsunterschiede innerhalb einer Altersgruppe sind größer als die zwischen jungen und älteren Beschäftigten.
  • Eine Fortbildung auch älterer Erwerbstätiger ist durchaus sinnvoll, da sie noch lange im Arbeitsprozess bleiben (müssen).
  • Die Beeinträchtigung durch ungünstige Arbeitsbedingungen (Lärm, schlechte Beleuchtung oder Belüftung) nimmt zwar bei Älteren zu. Gesunde Arbeitsplätze kommen jedoch sowohl jüngeren als auch älteren Menschen zugute.
  • Sensorische und psychomotorische Beeinträchtigungen älterer Erwerbstätiger können vielfach durch Umsicht mehr als ausgeglichen werden wie Unfallanalysen verdeutlichen.

Ideal ist es, wenn ältere und jüngere Arbeitnehmer entsprechend ihrer altersspezifischen Fähigkeiten eingesetzt werden: körperlich belastende Aufgaben werden besser von jüngeren bewältigt, ältere können besser mit Wissen und Erfahrung überlegt und planend handeln.

Die "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA) ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern Sozialpartnern, Sozialversicherungspartnern, Bertelsmann, Hans-Böckler-Stiftung und Unternehmen. Sie bündelt und unterstützt Ansätze für eine demographiegerechte Arbeits- und Personalpolitik. Die BGN hat beim Projekt "Gesünder arbeiten in NRW - Gesund und fit bis zur Rente 2005" unterstützend mitgewirkt. Der an dem Projekt teilnehmende Backbetrieb wurde mit dem "Best Practice Award" und einem Sonderpreis "Demographischer Wandel" ausgezeichnet.

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