BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Hände richtig waschen

Was müssen Sie als Unternehmer tun?

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Was müssen Sie als Unternehmer tun?

Die wichtigste Orientierung bietet die Ergänzung zur Gefährdungsbeurteilung nach dem SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandard. Sie sind zur Zeit verfügbar für die Branchen Gastgewerbe, Backgewerbe, Handwerkliche Speiseeisherstellung, Fleischwirtschaft, Schausteller und Zirkusbetriebe sowie Nahrungsmittel- und Getränkebetriebe.


Zu den Ergänzungen der Gefährdungsbeurteilungen im Sinne des SARS-CoV2-Arbeitsschutzstandards.

Bund und Länder haben sich auf schrittweise Öffnungen des öffentlichen Lebens geeinigt.
Zu den Corona-Regelungen in den einzelnen Bundesländern

Was müssen Sie tun, wenn sich ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht?

Ein Pandemieplan hilft: Auch Unternehmen, die noch keinen Pandemieplan erstellt haben, können dies jetzt noch tun. Er legt zum Beispiel fest, wer die Ansprechpartner im Betrieb sind und wie die interne Kommunikation erfolgen soll, welche Hygienemaßnahmen getroffen werden und wie die Arbeitsabläufe an die neue Situation angepasst werden können. 

  • Bei einem konkreten Corona-Verdacht sollten die betroffenen Beschäftigten nach Hause gehen und ihren Hausarzt oder Hausärztin informieren. Bis zum Bekanntwerden des Testergebnisses muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne bleiben. 

  • Im Betrieb sollten alle Kontaktflächen der betroffenen Person von unterwiesenen Reinigungskräften zunächst gründlich gereinigt werden. Eine Desinfektion von Oberflächen nach Kontamination durch COVID-19 erkrankte Personen kann eine Verbreitung des Erregers reduzieren. 

  • Es ist wichtig, die Personen, die unmittelbar Kontakt zu der Verdachtsperson hatten, zu ermitteln. Sollte sich der Verdacht einer Erkrankung bestätigen, müssen die Namen dieser Personen an das Gesundheitsamt übermittelt werden. 

  • Der Hausarzt oder die Hausärztin entscheidet über das weitere Vorgehen und stellt gegebenenfalls eine Krankschreibung aus. 

  • Bei einem positiven Testergebnis meldet der Arzt das Ergebnis an das Gesundheitsamt. Dieses wendet sich dann an den Betrieb und kann in Absprache mit dem Arbeitgeber weiter Regelungen treffen. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin bleibt 14 Tage in häuslicher Quarantäne, sofern keine Behandlung im Krankenhaus notwendig ist. 

  • Der Arbeitgeber sollte in dieser Zeit möglichst in Kontakt mit den betroffenen Beschäftigten bleiben, um Fragen zu Freistellung, Lohnfortzahlung, Heimarbeit oder Kontaktpersonen zu klären. 


Plakat: Coronavirus - Allgemeine Schutzmaßnahmen
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Plakat: Schutzmasken - Wo liegt der Unterschied
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Broschüre: Coronavirus SARS-CoV-2 – Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb
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Die wichtigsten Maßnahmen für Ihre betriebliche Planung finden Sie in dieser BGN-Handlungshilfe:

Ausbreitung des Coronavirus vermeiden – Betriebliche Maßnahmen
PDF-Datei

10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung
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Aushang "Hände schütteln"
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Klare Botschaften und sichtbare Hinweise, wie sich die Kunden zu verhalten haben, sorgen für eine ruhige Atmosphäre. Wer entspannt ist, bleibt eher auf Abstand. Wer ruhig und höflich kommuniziert, kann Streit vorbeugen.

Als Chefin oder Chef sollten Sie Ihren Mitarbeitern den Rücken stärken und sie unterstützen. Sorgen Sie für eine gerechte Arbeitsaufteilung, und kümmern Sie sich um die Belange der Mitarbeitenden.

Bei Konflikten mit Kunden, z. B. weil Waren nicht verfügbar sind, sollten Sie klare Regeln aufstellen und präsent sein.

In den letzten Tagen erreichen uns vermehrt Anfragen im Hinblick auf die Beschäftigung schwangerer Frauen im während der Corona-Pandemie. Einige Aufsichtsbehörden haben dazu Handreichungen herausgegeben, die wir nachfolgend verlinkt haben:

Ausführliche Informationen zu den Risiken des Coronavirus für schwangere Frauen und Säuglinge finden Sie bei der 

Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
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Wissen kompakt: Mutterschutzgesetz
Informationen zum neuen Mutterschutzgesetz 2018

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Der Versicherungsschutz ist gewährleistet, wenn den Arbeitnehmern die Option freiwillig und unentgeltlich bewilligt wird. Die Mitarbeiter bleiben weiterhin vertraglich an die ursprüngliche Firma gebunden und die Gehaltszahlung erfolgt durch diese Firma, es findet kein finanzieller Ausgleich mit den unterstützten Betrieben statt. Es darf keine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung vorliegen.
Außerdem darf das Unfallrisiko in dem unterstützten Arbeitsbereich nicht merklich höher sein als in der ursprünglichen Tätigkeit in ihrem Betrieb.

Wenn vorhanden, ist das heimische Arbeitszimmer mit Schreibtisch und Bürostuhl der beste Platz zum Arbeiten. Aber auch wenn der heimische Küchentisch als Lösung herhalten muss, können Beschäftigte die Arbeit sicher und entspannt gestalten:

  • Gerät so aufstellen, dass möglichst keine Fenster oder Lichtquellen sich darin spiegeln oder ins Gegenlicht geschaut werden muss. Tageslicht kommt am besten von der Seite. 

  • Der Abstand zum Bildschirm sollte 50-70 cm betragen. 

  • Separate Tastatur, Maus und wenn vorhanden auch einen separaten Bildschirm für Arbeiten am Notebook nutzen, da sie eine ergonomischere Arbeitshaltung ermöglichen. 

  • Am besten schaut man entspannt von oben auf den Bildschirm herab, so als würde man ein Buch lesen. Für optimales Sehen sollte der Monitor so weit nach hinten geneigt sein, dass der Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft. So ist sichergestellt, dass der Kopf beim Blick auf den Monitor leicht gesenkt ist, was Verspannungen vorbeugt. 

  • Öfter die Sitzhaltung ändern und Bewegungspausen machen, um Verspannungen im Rücken vorzubeugen. Einige Übungen finden Sie hier.

Wird für einen beschränkten Zeitraum Home-Office empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. Sie ist abzugrenzen von der klassischen Form des Home-Office, der Telearbeit. Telearbeit heißt: Der Arbeitgeber richtet im Privatbereich von Beschäftigten einen Arbeitsplatz mit der entsprechenden Ausstattung ein und regelt die Arbeit von zuhause arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung. Hierfür macht die Arbeitsstättenverordnung entsprechende Vorgaben. 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht. In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden

Unterweisungen und wiederkehrende Prüfungen (z. B. von Arbeitsmitteln, überwachungsbedürftigen Anlagen) unterliegen Fristen. Möglicherweise sind diese Fristen im Moment schwer einzuhalten, da es Konflikte mit der Forderung gibt, Menschenansammlungen zu vermeiden, da sich nicht alle Beschäftigten im Betrieb aufhalten oder die zur Prüfung befähigten Personen nicht verfügbar sind. Hier muss unter Abwägung des Risikos entschieden werden: Erstunterweisungen (Unterweisungen für neue Mitarbeiter, zu neuen Tätigkeiten oder bei neuen Arbeitsbereichen) müssen auf jeden Fall unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden. Bei Wiederholungsunterweisung ist auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung die Dringlichkeit der Unterweisung zu prüfen und sofern verantwortbar eine Verschiebung des Unterweisungstermins vorzusehen. Die Unterweisungen müssen aber auf jeden Fall so bald wie möglich nachgeholt werden.
Bei wiederkehrenden Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen ist ebenfalls auf Basis der betrieblichen Situation abzuschätzen, inwieweit die Verlängerung der Prüffristen zulässig erscheint, dies ist auch zu dokumentieren. Die Verlängerung der Fristen darf nicht zu einer erhöhten Gefährdung der Beschäftigten führen.

Die Fachbereiche der DGUV geben Empfehlungen, um die Verwendung von Arbeitsmitteln in sicherer Weise zu ermöglichen, wenn festgelegte Prüffristen aufgrund der derzeit bestehenden Einschränkungen, die auf die SARS-CoV-2-Pandemie zurückzuführen sind, nicht eingehalten werden können.
 

Umgang mit Prüfpflichten von Arbeitsmitteln während der SARS-CoV-2-Pandemie
Stellungnahme der Fachbereiche der DGUV
PDF-Datei

Unterweisung zur Anwendung von PSA gegen Absturz während der Coronavirus-Pandemie
Sachgebiet „Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz / Rettungsausrüstungen“
PDF-Datei

TAD-Hotline

0621 4456 - 3517

tad_bb_praevention@bgn.de tad_bb_praevention@bgn.de

Corona-Pandemie

BGN-Handlungshilfen für Betriebe

Maßnahmenpläne, Gefährdungs­analysen, Kunden­informationen

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Plakate und Medien

SARS-CoV-2

Plakate und Medien rund um das Coronavirus
(Link zur DGUV)

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Infografiken

Infektionen vorbeugen

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

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