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BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Ein Koch lacht in die Kamera, im Hintergrund stehen zwei Kollegen.

KOALA-Studie

Hintergrundinformationen zu Allergie auf Nahrungsmittel

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Durch häufiges Händewaschen, Desinfizieren der Hände, das Tragen von flüssigkeitsdichten Handschuhen und Kontakt mit hautbelastenden Stoffen wie z. B. Reinigungsmitteln am Arbeitsplatz kann es zum Auftreten von Rötungen, Juckreiz sowie rauer und rissiger Haut an den Händen kommen. Diese Hautveränderungen werden Handekzem genannt.

Die Hautbarriere ist gestört und Allergene können beim direkten Hautkontakt leichter in die Haut eindringen. Dies kann in einigen Fällen zur Entwicklung einer Allergie z. B. auf Fischeiweiß führen.

Anfänglich kommt es häufig zum Auftreten von Juckreiz an den Händen und / oder Unterarmen bei Kontakt mit dem spezifischen Nahrungsmittel. Auch Quaddeln können an den Kontaktstellen auftreten. Im weiteren Verlauf treten Ekzemen nach dem Kontakt auf bzw. es kommt zu einer Verschlechterung von bereits vorher vorhandenen Ekzemen. Die Symptome können sich aber auch ausweiten, so dass beispielsweise bei der Verkostung oder dem Genuss des spezifischen Nahrungsmittels, z. B. Fisch, Quaddeln am ganzen Körper, Atemnot oder auch Kreislaufprobleme auftreten können.

Das Krankheitsbild der durch Hautkontakt mit Nahrungsmitteln beschriebenen Symptome nennt sich Kontakturtikaria-Syndrom / Proteinkontaktdermatitis. Häufig sind junge Menschen im Beruf betroffen; oftmals leiden sie bereits schon vorbestehend an einem Handekzem und in ihrer Krankengeschichte finden sich sehr oft Hinweise auf eine bekannte Neurodermitis.

Verschiedene Nahrungsmittel können dieses Krankheitsbild auslösen – z. B. Fisch und Meeresfrüchte, gelegentlich Fleisch, seltener Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Gewürze und Enzyme. Bekannt ist, dass bei Betroffenen immer der Kontakt zum gleichen Nahrungsmittel die Erkrankung verursacht.

Deshalb sollte bereits bei einer vermuteten Überempfindlichkeit an der Haut auf Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Mehle, Gewürze und weitere Auslöser rasch der Weg zum Allergologen gefunden werden, damit entsprechende Untersuchungen und Testungen durchgeführt werden können. Eine frühzeitige Diagnosefindung ist wichtig, damit unverzüglich geeignete Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz (und auch im privaten Umfeld) eingeleitet werden können (strikte Auslöservermeidung, je nach vorliegenden Beschwerden ggf. kein weiterer Verzehr, ggf. keine Verkostungen mehr, weiterhin: Nutzung technischer Hilfsmittel sowie kurzzeitiges Tragen von Nitril- Einmalhandschuhen bei Kontakt zum Auslöser). Mitunter ist die Verordnung einer sogenannten Notfallmedikation bei versehentlichem Auslöserkontakt erforderlich. Lässt sich der Kontakt am Arbeitsplatz nicht vermeiden, kann eine berufliche Neuorientierung angezeigt sein. In diesem Fall wird der Rehamanager der BGN beratend zur Seite stehen.

Anmeldung und Kontakt

0511 23560-5400

Prävention / Gesundheitsschutz
Außenstelle Hannover

koala-studie@bgn.de koala-studie@bgn.de

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