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Heilbehandlung in einer Rehaklinik

FAQ Berufskrankheit

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FAQ »Berufskrankheit«

Als Berufskrankheit werden bestimmte Erkrankungen anerkannt, die entstehen, weil die Betroffenen durch ihre Arbeit gesundheitsschädigenden Einwirkungen in höherem Maß als die gesamte Bevölkerung ausgesetzt sind. Die von der Bundesregierung und vom Bundesrat erlassene Berufskrankheitenliste führt diese Erkrankungen auf. Der Verdacht auf eine Berufskrankheit kann von jedem gemeldet werden. Ärzte und Unternehmer sind zur Angabe verpflichtet.

Sobald der ärztlich begründete Verdacht besteht, dass eine Erkrankung nach der Berufskrankheitenliste (Anlage der BK-Verordnung) vorliegt. Ist die Erkrankung in der Liste nicht aufgeführt (Fälle des § 9 Abs. 2 SGB VII), kann eine Anzeige nur mit dem Einverständnis des Versicherten erstattet werden. Ein begründeter Verdacht liegt vor, wenn die Krankheitserscheinungen mit den zu erfragenden persönlichen Arbeitsbedingungen in einem Zusammenhang stehen könnten.

Anzeige durch den Arzt:

  • die Berufsgenossenschaft oder die zuständige Landesbehörde für den medizinischen Arbeitsschutz 1 Exemplar
  • die Unterlagen des Arztes 1 Exemplar

Anzeige durch den Unternehmer:

  • die Berufsgenossenschaft 1 Exemplar
  • die Unterlagen des Unternehmers 1 Exemplar
  • der Betriebsrat (Personalrat) 1 Exemplar

Die Anzeige ist binnen drei Tagen zu erstatten, nachdem der Unternehmer von der Erkrankung Kenntnis erhalten hat. Haben Ärzte oder Zahnärzte den begründeten Verdacht, dass bei einem Versicherten eine Berufskrankheit besteht, haben sie dies dem Unfallversicherungsträger oder der für den medizinischen Arbeitsschutz zuständigen Stelle unverzüglich anzuzeigen.

Todesfälle, besonders schwere Berufskrankheiten (wie z.B. Krebserkrankungen) und Massenerkrankungen sind außerdem telefonisch, per Telefax oder E-Mail der Berufsgenossenschaft zu melden.

Rehabilitation

0621 4456-1462

rehabilitation@bgn.de