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Heilbehandlung in einer Rehaklinik

Hilfe im Ausland

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Grundsätzlich ist jeder Arbeitnehmer, der im Rahmen eines inländischen Arbeitsverhältnisses ins Ausland entsandt wird, weiter gesetzlich unfallversichert, wenn der Auslandseinsatz im Voraus zeitlich begrenzt ist, das heißt, wenn eine Rückkehr nach Deutschland geplant ist.

Für die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR, d. h. EU-Staaten, Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island) sowie für alle Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, hat der Gesetzgeber eine zeitliche Begrenzung des Versicherungsschutzes festgelegt. Sie liegt in der Regel zwischen 24 und 36 Monaten.

Versicherungsschutz

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaft erstreckt sich grundsätzlich nur auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Immer mehr Menschen werden aber auch im Ausland eingesetzt. Innerhalb der EU, aber auch mit anderen Ländern bestehen Vereinbarungen, wonach die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit unter bestimmten Bedingungen dem Arbeitnehmer auch bei einer vorübergehenden Auslandstätigkeit den gewohnten Versicherungsschutz garantieren.

In den meisten Fällen wird die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland vorübergehend und nur von kurzer Dauer sein. Eine Geschäftsreise oder ein Auslandseinsatz von ein paar Tagen oder Wochen ist in aller Regel unproblematisch. Der Versicherungsschutz besteht weiter. Aber auch bei einem längerem Auslandsaufenthalt kann der Versicherungsschutz durch die "Ausstrahlung" gemäß § 4 Sozialgesetzbuch (SGB) IV auf eine Tätigkeit außerhalb Deutschlands ausgedehnt werden. Dies gilt für Länder, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht und die nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum (einschließlich der Schweiz) gehören. Grundsätzlich ist dabei die Fortdauer der deutschen Rechtsvorschriften nicht befristet.

Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass der oder die Versicherte im Rahmen eines inländischen Beschäftigungsverhältnisses ins Ausland entsandt wird und der Auslandsaufenthalt im Voraus zeitlich begrenzt ist. Dies entweder aufgrund vertraglicher Vereinbarung, oder infolge der Eigenart der Tätigkeit (z.B. Montage einer Maschine). Das Unternehmen braucht die entsandten Mitarbeiter in diesem Fall der Berufsgenossenschaft nicht extra zu melden, da der Versicherungsschutz automatisch gewährleistet ist.

EWR- und Abkommensstaaten

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die in der Bundesrepublik Deutschland von einem Unternehmen beschäftigt werden, unterliegen weiterhin den deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit, wenn sie von dem Unternehmen in das Gebiet eines anderen Staates des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) bzw. der Schweiz entsandt werden. Die voraussichtliche Dauer der Auslandstätigkeit darf 24 Monate nicht überschreiten (EU-Verordnung Nr. 883/2004 und 987/2009.). Im Einzelfall und im Interesse des entsandten Arbeitnehmers können Vereinbarungen zwischen den beteiligten Mitgliedsstaaten geschlossen werden, die auch eine längere Entsendezeit vorsehen. Dies ist in Artikel 16 der Verordnung 883/2004 vorgesehen.

Der Antrag auf Abschluss einer Sondervereinbarung ist an die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA)
Postfach 20 04 64
53134 Bonn
zu richten.

Die Bundesrepublik Deutschland hat zusätzlich mit folgenden Ländern außerhalb des EWR Sozialversicherungsabkommen geschlossen:

Separate Auslandsversicherung

In den Fällen, in denen kein Versicherungsschutz über Ausstrahlung, EU-Richtlinien oder bilaterale Abkommen besteht (z.B. wenn die zeitliche Begrenzung der Auslandstätigkeit im Voraus nicht gegeben ist bzw. überschritten wird), können Unternehmen ihre Mitarbeiter durch eine separate Auslandsversicherung bestens absichern.

Versichert sind - wie im Inland auch - Arbeits- und Wegeunfälle sowie Berufskrankheiten.

Der zusätzliche Versicherungsschutz im Ausland kostet derzeit 10 Euro pro Mitarbeiter/in und Auslandsmonat. Der Beitrag wird einmal jährlich mit einem separaten Beitragsbescheid erhoben.

Die Arbeitsunfälle im Ausland können bei der Stabsstelle Rehabilitation, Bereich Ausland, Dynamostraße 7-11, 68165 Mannheim gemeldet werden. Die Meldung kann durch die Versicherten, den Vorgesetzten oder durch Angehörige erfolgen.

Die Beschäftigten müssen der Berufsgenossenschaft namentlich gemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt schriftlich vor Beginn des Auslandsaufenthaltes. Der Versicherungsschutz beginnt frühestens mit dem Eingangstag der Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft. Die Übernahme des Versicherungsschutzes wird von der Berufsgenossenschaft bestätigt.

Die Auslandsunfallversicherung ist eine gemeinsame Einrichtung der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse, der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik, der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, der Unfallkasse Bund und Bahn und der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe für die ihnen zugehörigen Unternehmen.

Kontakt

Berufsgenossenschaft
Nahrungsmittel und Gastgewerbe
Auslandsversicherung
Lortzingstraße 2, 55127 Mainz
E-Mail: av@bgn.de
Fon 06131/785-245
Fax 06131/785-751

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