Heißes Fett nie unbeobachtet lassen!
Technische Defekte und nachlässiger Umgang mit Fett – das sind regelmäßig die Ursachen, wenn ein Fettbackgerät oder eine Fritteuse Feuer fängt. Die meisten Brände entstehen, weil das Fett überhitzt und sich dann selbst entzündet: ,,Ich war bloß kurz mal draußen. Dann komm' ich zurück und die Küche brennt!" – So oder ähnlich spiegelt sich das dann in den Unfallberichten wider. Verhaltensregel Nummer Eins lautet also: Heißes Fett niemals unbeobachtet lassen.
Technische Ursachen und Fehlverhalten
Die Gefahr lauert aber an mehreren Stellen: Nach einer Studie des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) sind Fritteusen für 25 Prozent der Küchenbrände verantwortlich. Moderne Geräte haben zwar Temperaturregler und -begrenzer. In zwei Dritteln der untersuchten Schadensfälle war der eingebaute Temperaturbegrenzer aber nicht funktionstüchtig. Die BGN empfiehlt den Einsatz von elektronischen Schutztemperaturbegrenzern, auch weil deren Funktionalität gefahrlos geprüft werden kann. Fettbackgeräte und Fritteusen ohne Temperaturbegrenzer sollten ohnehin gleich ausgemustert werden.
Auch ist es nicht egal, ob festes oder flüssiges und wieviel Fett ins Gerät gegeben wird. Festes Fett kann entflammen, wenn es auf die glühende Rohrheizung kommt. Deshalb: Flüssiges Fett verwenden oder Fettblöcke in einem Topf vorschmelzen. Und auf jeden Fall ausreichend Fett einfüllen, damit die Heizschlange vollständig bedeckt ist.
Ein Risiko geht zudem ein, wer das Fett zu lange verwendet, wenn es also verschmutzt ist. Das ist nicht nur unappetitlich. Verschmutztes Fett hat einen niedrigeren Flammpunkt als frisches und kann sich deshalb schneller entflammen.