BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Beratung durch einen Arbeitsmediziner

ASD*BGN

Der Arbeitsmedizinische und Sicherheitstechnische Dienst der BGN

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Zwei Dienstleistungen in einem Servicepaket - das bietet der Arbeitsmedizinische und Sicherheitstechnische Dienst der BGN (ASD*BGN). Der Dienst der BGN deckt die Regelbetreuung nach DGUV Vorschrift 2 in Form einer kombinierten Betreuungsleistung für seine Mitglieder ab. Er richtet sich insbesondere an die Betriebe, die der Regelbetreuungspflicht unterliegen.

ASD Betreuung vor Ort

Alle Unternehmen, die der BGN angeschlossen sind, müssen sich um die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung ihres Betriebes nach den gesetzlichen Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) kümmern. Aber wie? Eine eigene Sicherheitsfachkraft oder einen eigenen Betriebsarzt, wie er in größeren Betrieben zu finden ist, ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen aufgrund fehlender organisatorischer Möglichkeiten und aus Kostengründen häufig nicht praktikabel. Weit verstreut gelegene Niederlassungen eines Unternehmens stellen weitere organisatorische Hürden dar.

Es bleibt die Möglichkeit, die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung als Dienstleistung bei freien Diensten, selbstständigen Sicherheitsingenieuren bzw. Betriebsärzten einzukaufen oder beim ASD*BGN. Er bietet den der BGN angeschlossenen Betrieben die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Regelbetreuung an. 

Der ASD*BGN ist die Antwort der BGN auf die gesetzlichen Vorschriften. Die Selbstverwaltungsorgane der BGN wollten insbesondere die kleineren und mittelständischen Mitgliedsbetriebe bei der geltenden Beratungspflicht unterstützen - und das in einem praktikablen Rahmen und zu vernünftigen Konditionen. 

Die BGN stellte sich einen Beratungsdienst vor, der sich in den einzelnen Branchen auskennt. Das ist beim ASD*BGN gewährleistet. Er nutzt die arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Erkenntnisse über mögliche Gefährdungen und sinnvolle Schutzmaßnahmen, die die BGN in den einzelnen Branchen gesammelt hat. Auf diese Weise lassen sich Rationalisierungs- und Synergie-Effekte erzielen, die sich in hohem Maße kostendämpfend auswirken. 

Ebenso positiv auf die Kosten wirken sich die kurzen Wege der beauftragten Dienstleister in die Betriebe aus. Der ASD*BGN verfügt über ein bundesweites Netz externer Dienstleister, welche in seinem Auftrag die ASD-Mitgliedsbetriebe betreuen. Jedes Unternehmen findet so einen Dienstleister in seiner Nähe, der die Betreuung im Betrieb durchführt und zudem die regionalen Besonderheiten kennt. 

Als Spezialist für die Betriebe im Zuständigkeitsbereich der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststättengewerbe arbeitet der ASD*BGN branchenspezifisch, bedarfsgerecht und umfassend. Arbeitsschutzprobleme im Betrieb haben oftmals komplexe Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge. Diese Probleme rein aus sicherheitstechnischer Sicht oder ausschließlich arbeitsmedizinisch lösen zu wollen, würde häufig zu kurz greifen bzw. unbefriedigende Ergebnisse bringen. Eine solche Herangehensweise widerspräche auch dem multidisziplinären Präventionsansatz der BGN. 

Seit vielen Jahren arbeiten hier Fachleute aus verschiedenen Bereichen zusammen, die gesundheitliche Probleme und Risiken ganzheitlich angehen. Auch der ASD*BGN bietet ganzheitliche Lösungen, da die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung aus einer Hand kommt. Sichergestellt wird das durch die Zusammenarbeit der beauftragten Betriebsärzte und Sicherheitsingenieure mit den Koordinationsstellen des ASD*BGN. Hier werden Maßnahmen koordiniert und die beauftragten Dienstleister mit dem notwendigen Branchen-Know-how versorgt. Sie werden geschult und in Veranstaltungen über neueste Erkenntnisse und Entwicklungen informiert. Auf diese Weise bietet der ASD*BGN eine kontrollierte und durchgängig hohe Betreuungsqualität. 

Darüber hinaus stellen die Koordinationsstellen (siehe Kasten) den Dienstleistern und Betrieben branchenspezifisch aufbereitete Informationen zu einzelnen Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zur Verfügung, die sie bei ihren Arbeits- und Gesundheitsschutzaufgaben unterstützen.

Die Betreuungsleistungen des ASD*BGN richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) und der Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (DGUV Vorschrift 2). Konkret heißt das, der ASD*BGN unterstützt über seine beauftragten Dienstleister die Unternehmer bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und berät Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wie arbeitsplatzbezogene Risiken und Gefährdungen verhindert bzw. verringert werden können. So werden die Knackpunkte an den einzelnen Arbeitsplätzen herausgefunden und es werden dann Vorschläge zur Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen, sowie zur Auswahl und Beschaffung von Arbeitsstoffen und Arbeitsmitteln gemacht. 

Darüber hinaus werden arbeitsmedizinische Untersuchungen im Hinblick auf die berufliche Tätigkeit, sowie Wunsch- und Angebotsuntersuchungen, bei betrieblichem Bedarf, durchgeführt. Diese sind Bestandteil des Leistungsspektrums des ASD*BGN. Allgemeine Vorsorgeuntersuchungen, die der Gesunderhaltung dienen, und gesetzlich vorgeschriebene Pflichtuntersuchungen liegen außerhalb des ASD*BGN-Leistungspaketes und müssen daher vom Unternehmer gesondert veranlasst und bezahlt werden. Die Teilnahme an Untersuchungen ist grundsätzlich freiwillig. Der Betriebsarzt unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Seine Befunde und Diagnosen werden gegen den Willen des Arbeitnehmers niemandem, also auch nicht dem Arbeitgeber oder dem ASD*BGN, mitgeteilt.

Der Mitgliedschaftsbeitrag zum ASD*BGN wird in einem gesetzlich vorgegebenen Umlageverfahren (analog BGN-Beitrag) berechnet. Der ASD*BGN darf keinerlei Gewinne machen, er arbeitet nur kostendeckend. Hinzu kommt, dass durch Rationalisierungs- und Synergie-Effekte eine weitere Kostendämpfung erzielt wird, so dass der ASD*BGN Beitrag sehr günstig ist. 

Jeweils am Jahresende ermittelt der ASD*BGN die angefallenen Kosten, die dann im Frühjahr des folgenden Jahres auf die Mitglieder des ASD*BGN umgelegt und per Beitragsbescheid eingefordert werden. Der konkrete Beitrag eines Unternehmens errechnet sich aus dem jährlich vom Vorstand der BGN festgesetzten Beitragsfuß, der gewerbespezifischen Beitragsklasse und der Anzahl der vollbeschäftigten Arbeitnehmer (Anzahl der Vollarbeiter = Summe der gemeldeten Gesamt-Arbeitsstunden des Betriebes geteilt durch 1.600)*. Die Kosten der Betreuung muss der Unternehmer tragen. So schreibt es der Gesetzgeber im Arbeitssicherheitsgesetz vor.

Ob ein Unternehmer die Betreuung des ASD*BGN in Anspruch nehmen möchte oder nicht, entscheidet er selbst. Der Beitritt zum ASD*BGN ist freiwillig. 

Allerdings muss die Betreuungspflicht erfüllt werden. Deshalb müssen neue Mitgliedsbetriebe der BGN innerhalb einer Frist von 6 Monaten mitteilen, wie sie die Betreuung organisieren wollen. Die Frist beginnt mit dem 1. Tag des Folgemonats, in dem das Unternehmen den Bescheid über die Mitgliedschaft (Mitgliedsschein) von der BGN erhalten hat. Wer nach Ablauf dieser Frist der BGN keine anderweitige Regelbetreuung oder als Kleinbetrieb mit bis zu 10 Beschäftigten die Qualifizierung für das BGN-Branchenmodell (Kompetenzcentermodell), bzw. als Betrieb mit bis zu 50 Beschäftigten die Qualifizierung für das Unternehmermodell schriftlich nachgewiesen hat, wird automatisch dem ASD*BGN angeschlossen. 

Betriebe, die Mitglied beim ASD*BGN sind, werden auf Antrag von der Mitgliedschaft "befreit", wenn sie nachweisen, dass sie durch eine anderweitige Betreuung außerhalb des ASD*BGN ihre Pflicht zur arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung erfüllen. Die Befreiung wird mit Beginn des auf den Antrag folgenden Monats wirksam. Wer einen freien arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Dienst außerhalb des ASD*BGN beauftragt, sollte sich schriftlich bestätigen lassen, dass dieser die Betreuung nach den Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG-Betreuung) und der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 durchführt. 

Der ASD*BGN bietet ein Betreuungssystem, das die gesetzlichen Anforderungen des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) und der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 erfüllt und das aus folgenden Teilen besteht:

  • der qualitativ hochwertigen, branchenbezogenen, arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung vor Ort im Unternehmen durch vom ASD*BGN permanent geschulte externe Dienstleister in ihrer Nähe
  • der ständigen Erarbeitung und Aktualisierung von überbetrieblichem, arbeitsmedizinischem und sicherheitstechnischem Branchen-Know-how in zentralen Einrichtungen des ASD*BGN zur Weitergabe an die Dienstleister und die Unternehmen
  • der ganzjährigen Abrufmöglichkeit der Betreuungsleistungen, wenn akute arbeitsmedizinische oder sicherheitstechnische Probleme im Betrieb auftreten

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